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Der Maintal-Ultratrail in Veitshöchheim bei Würzburg ist eine kleine, aber feine Lauf-Veranstaltung. Mitte Juni wurde ebendort auch der Bayerische Meister im Trail gekürt.

Normalerweise fahre ich von meiner Heimat in den Süden, wenn es zu Trailrun-Events geht. In diesem Fall aber ging es 120 Kilometer in den Norden, nach Veitshöchheim zum Maintal Ultra Trail. 

Der MTUT, der gleichzeitig auch die Bayerische Trail-Meisterschaft ist, hat drei Strecken im Angebot. Der Ultratrail mit 64 Kilometern und 1700 Höhenmetern führt von Veitshöchheim über Thüngersheim, Retzbach bis kurz vor Karlstadt am Main entlang. Die T30 (30 Kilometer, 720 Höhenmeter) führten durch den Edelmannswald über die Steinhöhe durch Güntersleben zurück nach Veitshöchheim. Die kürzeste Strecke lag bei 13 Kilometern und 230 Höhenmetern. 

Zugegebenermaßen stand mein Start bis zum Renntag auf der Kippe, nach einigermaßen moderaten Temperaturen an den Tagen davor sollte der Samstag mit 36 Grad extrem heiß werden. Nach der Hitzeschlacht beim IATF in Innsbruck – den Race Report könnt ihr hier nachlesen – waren 36 Grad wirklich ein Killer für die Motivation, zumal der Start um 9 Uhr für die 30 Kilometer relativ spät war. 

Startnummernabholung und Briefing verlief schnell und unkompliziert, pünktlich um 9 Uhr ging es auf die Strecke. Da es sich um einen Landschaftslauf handelte, war es natürlich nicht mit dem Trail-Feeling vor einem Rennen in den Alpen zu vergleichen. Dennoch schätze ich diese kleinen, mit viel Liebe organisierten Läufe. Die Strecke war insgesamt super zu laufen und verlief zum Großteil glücklicherweise durch den Wald. Doch auch der spendete bei der Hitze leider nur bedingt kühle Temperaturen. Ging es über die frisch gemähten Felder, wurde man so richtig gegrillt. 

Zwei Verpflegungsstationen versorgten die Läuferinnen und Läufer mit Wasser, Apfelschorle, Cola, Äpfel, Bananen, Gummibärchen, Kartoffeln mit Salz, Melonen und Salzstangen. Am liebsten wäre ich bei der ersten VP schon ausgestiegen. Doch wie immer ist es am Ende einfach nur Kopfsache. Am Ende war ich froh, endlich das Ziel erreicht zu haben und mir das verdiente alkoholfreie Weizen abzuholen. Ich komme gerne zurück zum MTUT – das nächste Mal aber mit niedrigeren Temperaturen. 

TR24’ler Steffen war beim MTUT über die Ultradistanz dabei – für ihn war es bereits die 3. Teilnahme beim Maintal. Wie hat er die Hitzeschlacht erlebt?

Steffen: Von der Strecke gefallen mir die ersten rund 30 Kilometer am besten – über die Weinberge bis nach Karlstadt, mit tollen Ausblicken runter in das Maintal, mit tollen und gut laufbaren Trails. Die restlichen Kilometer empfand ich als ziemlich zäh, da es fast nur noch über die Forstpiste und offene Felder in der knallen Sonne ging. 

Die Verpflegung empfand ich als solide. Leider gab es bei den Temperaturen kein Iso-Getränke.  Auch die Zielverpflegung war gut (Alkoholfreies Weizen, Kuchen).


Ansonsten ist der Maintal top organisiert, da gibt es wirklich nichts auszusetzen. Auch der Start am Sportplatz des SV Veitshöchheim ist mit ausreichenden Parkplätzen und Duschen ideal.
Dieses Jahr gab es auch eine schöne neue Finisher-Medaille für die Ultraläufer.

Bayerischer Trail-Meister über die T30 wurde Markus Bergler von der Skivereinigung Amberg in 2:03 Stunden, bei den Frauen Larissa Bauer vom SWC Regensburg in 2:30 Stunden. Auf dem Ultratrail gewann André Rothe vom RV Viktoria Wombach in 5:54 Stunden, Natalie Hörst von der Laufgemeinschaft Würzburg siegte in 6:58 Stunden. 

Danke an die Organisatorinnen und Organisatoren und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer für eine schöne Laufveranstaltung! 

Mehr Informationen unter: www.mtut.de

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