1. September 2023

Triumph 21: Saucony beantwortet die Frage nach dem mysteriösen Kofferinhalt aus Pulp Fiction

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Als ich vor 10 Jahren meinen ersten Laufschuh für längere Distanzen kaufen wollte (damals war lang alles jenseits der 5 Kilometer), empfahl mir der Verkäufer den Triumph 10 von Saucony. Er sei bequem und macht Lust auf Laufen. Ich schlüpfte in die weiß/grünen Schuhe lief um den Block, fand ihn bequem und hatte Lust mehr in ihm zu laufen – gekauft. Zehn Jahre später bringen die Amerikaner die mittlerweile 21. Generation – den Triumph 21 – heraus, den wir euch im Juni vorgestellt haben. Jetzt könnt ihr meine Erfahrungen mit ihm lesen.  

Erster Eindruck

Könnt ihr euch noch an die Szene aus Pulp Fiction erinnern, als Vincent Vega den Koffer von Marsellus Wallace öffnet und der Inhalt ihm ins Gesicht strahlt? Nein, dann erst den Produkttest lesen und danach den Film schauen, denn genau so fühlt ihr euch, wenn ihr den Karton vom neuen Triumph 21 öffnet und der Schuh euch in der Farbe White/Umbra anstrahlt. Nimmt man ihn aus der Verpackung hat man erstmal viel Schuh in der Hand. Die dicke Sohle dominiert die Optik, das Obermaterial ist Mesh-Gewebe aus Strick, welches flexiblen Schutz im vorderen Zehenbereich bietet und im hintern Bereich eine steife Fersenkappe umschließt. Der Schuh ist durchweg gut verarbeitet, wirkt hochwertig und wie aus einem Guss gefertigt. Design ist ja bekanntlich Geschmackssache, meinen hat Saucony jedenfalls genau getroffen. Die grünen Akzente sind sparsam und sorgfältig platziert, sodass der Schuh schlicht und sehr edel auf mich wirkt und sehr gut mit entsprechender Laufkleidung kombiniert werden kann … aber nun zu den Hard Facts.

Zahlen, Daten & Fakten

Passform

Fangen wir mit den Zehen an, denn die haben in den Schuhmarken, die ich sonst so laufe, immer sehr viel Platz. Daher würde ich den Triumph 21 nicht als Raumwunder für den vorderen Fuß bezeichnen, dafür aber – überaschenderweise – als genau richtig. Überrascht bin ich, weil Saucony in dem Bereich auf ein sehr festes strukturgebendes Obermaterial setzt, welches bei meinen Testläufen aber nie unangenehm oder überhaupt zu spüren war. Wohingegen der Amerikaner an der Ferse richtig gut zupackt. Die dort integrierte feste Fersenkappe gibt den hinteren Fuß Stabilität und soll ein Ausbrechen nach Innen sowie nach Außen verhindern. Wer hier, genau wie ich anfänglich, Blasengefahr vermutet liegt falsch. Die Ferse sitzt stabil und bequem im Schuh und es gibt auch in dickeren Socken keine Anzeichen von Reibungsstellen. Saucony verspricht, dass „Mit der stromlinienförmigen Oberkonstruktion und dem neu gestalteten Schnürsystem der Triumph 21 perfekt für schnelle Sprints, aber auch für einfache Spaziergänge.“ geeignet ist (siehe Saucony Triumph 21 – Every Triumph takes courage.)

kleiner Sidefact: Saucony bedeutet in der Sprache der amerikanischen Ureinwohner „schnell fließender Fluss“, das beschreibt das Laufgefühl ziemlich genau.

Komfort

Das Versprechen, was mir der Schuhverkäufer von 10 Jahren gegeben hat, gilt immer noch. Der Schuh ist einfach bequem und macht Bock zu laufen, schnell zu laufen, worauf ich im nächsten Kapitel noch eingehen werde. Die Polsterung sitzt genau an den Stellen, wo sie benötigt wird, schützt den Fuß vor der steifen Fersenkappe und umschließt Knöchelbereich und Ferse sehr angenehm. Die Zunge ist an beiden Längsseiten am Schuh fixiert, verrutscht also nicht während des Laufes und ist ebenfalls perfekt gepolstert, sodass man auch eine feste Schnürung am Spann nicht spürt. Auf den Punkt gebracht heißt das, dass man meiner Meinung nach hier die lange Erfahrung mit den 21 Generationen ganz klar spürt und man sowohl bei kürzeren als auch bei längeren Läufen (die längste Distanz im Test war 25 Kilometer) keinerlei Abstriche machen muss.

Laufgefühl

Der Hersteller hat den Schuh als Allrounder deklariert: „für schnelle Sprints, aber auch für einfache Spaziergänge“. Mein persönlicher Eindruck ist, dass der Triumph den Schritt vorgibt und sofort nach vorne. Sobald ich den Amerikaner an den Füssen habe, gehen meine Knie nach vorne. Das resultiert zum einen aus den 10 Millimetern Sprengung aber auch aus dem Laufgefühlt heraus, denn desto schneller ich gelaufen bin, desto weniger habe ich den Schuh wahrgenommen. Hier spielen die PWRRUN+ Technologien ihre Stärken aus, die Dämpfung der Sohle fühlt sich an wie „Watte“, aber sie gibt auch deine Laufenergie zurück und federt dich nach vorne. 

Pros & Contras

Triumph 21
Saucony Triumph 21
  • + Allrounder für viele Kilometer, kurze und lange Läufe
  • + sehr bequem und komfortabel
  • + für Tempoeinheiten geeignet (sehr guter Vortrieb & wenig Gewicht)
  • + ausreichend breite Zehenbox 
  • + nach 150 Kilometern fast keine Gebrauchsspuren 

Fazit

In der benannten Pulp Fiction Szene, wird Vincent Vega gefragt, ob er mit dem Inhalt des Koffers glücklich ist. Wenn der Triumph 21 wirklich im Koffer und Vincent Vega Läufer gewesen wäre, wie hätte er als fließender Fluss in der Tanzszene mit Uma Thurman performen können und vor allem wie lange. Die Vorteile des Schuhs sprechen für sich und für mich ist er aktuell die beste Universallösung für die Straße.

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