30 Kilometer, rund 2.000 Höhenmeter und mein erster Trailrun über diese Distanz: Der MUZ30 bei den Mayrhofen Ultraks war für mich eine ganz besondere Herausforderung. Ich wusste vor dem Start nicht genau, was mich erwarten würde, und dementsprechend nervös war ich. Gleichzeitig war die Vorfreude riesig.
Schon beim Start um 8:30 Uhr war ordentlich etwas los. Viele Läufer standen im Startbereich, überall herrschte eine positive Stimmung und auch der gesamte Aufbau mit Start-/Zielbereich sowie der Expo machte direkt einen professionellen Eindruck.
Das Wetter passte an diesem Tag perfekt zum Trailrunning: mal bewölkt, mal sonnig und zwischendurch etwas Nieselregen. Dadurch blieb es angenehm zu laufen und auch landschaftlich zeigte sich die Strecke immer wieder anders.
Der erste 30er und direkt ordentlich Höhenmeter
Nach dem Start ging es zunächst in Richtung Berge und damit direkt in den Uphill. Der erste längere Anstieg war definitiv fordernd und hat sich entsprechend gezogen.
Für mich war wichtig, konstant loszulaufen und mich von den schnellsten Läufer:innen nicht mitziehen zu lassen. Also bin ich einfach mein eigenes Tempo gegangen und habe versucht, einen guten Flow zu finden.
Das hat erstaunlich gut funktioniert: Irgendwann war ich komplett im Rhythmus und konnte den langen Anstieg Schritt für Schritt abarbeiten.
Und dann kam einer meiner persönlichen Lieblingsmomente des Rennens: Oben angekommen öffnete sich plötzlich die Landschaft und die umliegenden Berge lagen vor mir. Was für eine Kulisse! Genau für solche Momente liebe ich Trailrunning. Nach dem langen Anstieg diese Bergwelt zu sehen, macht die ganzen Höhenmeter plötzlich wieder leicht.
Abwechslungsreiche Trails und anspruchsvolle Downhills
Nach dem Uphill wurde die Strecke noch einmal komplett anders. Die Downhills waren teilweise richtig anspruchsvoll und eine echte Abwechslung zu den langen Anstiegen. Von Treppen über verblockte Steinwege bis hin zu Wiesen und Waldwegen mit Wurzeln war alles dabei. Man musste ständig auf den Untergrund achten und konnte gerade in den technischen Passagen nicht einfach blind laufen.
Gleichzeitig hat genau diese Abwechslung für mich den Reiz des MUZ30 ausgemacht. Auch die Stimmung entlang der Strecke war richtig schön: Immer wieder standen Zuschauer am Rand und haben die Läufer angefeuert. Gerade an Stellen, an denen die Beine langsam müder wurden, war das extrem motivierend.
Die letzten fünf Kilometer wurden muskulär
So richtig bemerkbar machten sich die 30 Kilometer auf den letzten fünf Kilometern. Vor allem muskulär wurde es langsam hart: Nach den vielen Höhenmetern und den technischen Passagen waren die Beine natürlich nicht mehr ganz frisch.
Was mich selbst aber positiv überrascht hat: Trotz der Müdigkeit waren die Beine am Ende noch gut genug, um richtig schnell Richtung Ziel zu laufen. Genau das macht für mich einen gelungenen Trailrun aus — wenn man am Ende merkt, dass man trotz der Belastung noch einmal richtig Gas geben kann.
Verpflegung und Organisation: Alles im Griff
Auch abseits der Strecke hat bei den Mayrhofen Ultraks vieles gepasst:
Verpflegungsstellen: Sehr gut besetzt, top Auswahl und kein Stau — man konnte sich schnell versorgen und direkt weiterlaufen.
Organisation: Vom Startbereich über die Expo bis hin zum Ziel war alles hervorragend strukturiert.
Atmosphäre: Besonders angenehm war die Stimmung unter den Läufern — alle waren sehr zuvorkommend.
Der Zieleinlauf in Mayrhofen
Und dann ging es irgendwann tatsächlich zurück Richtung Mayrhofen. Je näher das Ziel kam, desto mehr Menschen waren unterwegs. In der Innenstadt standen extrem viele Zuschauer und die Stimmung dort war fantastisch. Der Zielkanal war wunderschön aufgebaut und die Zuschauer gaben noch einmal den letzten Push.
Besonders gut gefallen hat mir auch die Moderation im Zielbereich: Nach 30 Kilometern und 2.000 Höhenmetern ins Ziel zu laufen und dabei persönlich erwähnt zu werden, war ein richtig schöner Abschluss.
Und dann wartete noch ein ganz besonderer Moment auf mich: Meine Schwester hatte an diesem Tag selbst ihren zweiten Trailrun überhaupt (den 14-km-Lauf) absolviert und empfing mich im Ziel. Das hat den Zieleinlauf für mich noch einmal spezieller gemacht. Gemeinsam konnten wir danach den Tag genießen — definitiv eine der schönsten Erinnerungen an dieses Rennen.
Runners Meal als Abschluss
Auch nach dem Rennen war für die Läufer einiges geboten. Das Runners Meal inklusive Getränk konnte sich definitiv sehen lassen und auf dem zentralen Expo-Gelände konnte man sich anschließend noch gemeinsam austauschen. Besonders positiv: Auch auf meinen Sonderwunsch nach glutenfreiem Essen wurde ohne Probleme eingegangen. So konnte der Renntag ganz entspannt ausklingen.
Mein Fazit zum MUZ30
Mein erster Trailrun über 30 Kilometer war eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Der MUZ30 verbindet lange, fordernde Anstiege mit abwechslungsreichen und teilweise technischen Downhills. Dazu kommen die unglaubliche Bergkulisse, die vielen Zuschauer und eine Atmosphäre, bei der man einfach Spaß am Laufen bekommt.
Für mich war es vor allem schön zu merken, dass ich meinen eigenen Rhythmus gefunden habe und auch auf den letzten Kilometern noch schnell laufen konnte. Aber am Ende war es nicht nur das Rennen selbst, das den Tag besonders gemacht hat: Meine Schwester im Ziel zu sehen und anschließend gemeinsam den Tag in Mayrhofen zu genießen, war mein persönliches Highlight.
Der MUZ30 war mein erster 30er — und definitiv einer, der Lust auf die nächsten langen Trails gemacht hat.
Unser Trailrunning Eventkalender bündelt über 180 Trailrunning Events in den Alpenländern und darüber hinaus



