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Anzeige / Werbehinweis: Der Startplatz für diese Event wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf den Bericht und es wurden keine Vorgaben zum Inhalt gemacht.

Trailrunning im Tal der Almen

Der Mountainman Großarltal ist Teil einer beliebten Trailrunning- und Hiking-Serie, die aus insgesamt sechs Events besteht. Diese erstrecken sich über das ganze Jahr und finden in Deutschland sowie Österreich statt. Großarl liegt im Bundesland Salzburg und wird auch „Tal der Almen“ genannt – eine Besonderheit, die sich direkt im Eventkonzept des Mountainman widerspiegelt: Die Verpflegungsstationen auf den Strecken werden jeweils von den Teams der zahlreichen lokalen Almen organisiert und betreut.

Da der Veranstalter bestrebt ist, sowohl Trailrunning-Anfängern als auch erfahrenen Ultraläufern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten, gibt es eine große Auswahl an Distanzen: Vom XS-Trail (10 km, 600 hm) über die M-Strecke (21 km, 1.200 hm) bis hin zum XXL-Ultratrail (70 km, 3.850 hm) ist für jeden Fitnessgrad der passende Trail dabei. Selbst Hunde sind bei diesem Event herzlich willkommen! Start und Ziel aller Strecken befinden sich zentral im Ortszentrum von Großarl.

Obwohl der Mountainman eine internationale Trail-Serie ist und jährlich über 700 LäuferInnen verschiedenster Nationen anzieht, ist die Stimmung bemerkenswert familiär. Das liegt nicht zuletzt an der Begeisterung der Organisatoren und Helfer. Gerade für Neueinsteiger im Trailrunning – wie ich es einer bin – senkt diese herzliche Atmosphäre die Hemmschwelle, vor dem Start Fragen zu stellen und mit einem guten Gefühl an die Startlinie zu gehen.

Vorbereitung, Expo & Infos vor dem Start

Bereits einige Tage vor dem Event verschickte der Veranstalter alle wichtigen Teilnehmer-Informationen per E-Mail. So wurde etwa rechtzeitig kommuniziert, dass für die StarterInnen der L-, XL- und XXL-Distanzen das Cold Weather Kit (Schlechtwetter-Pflichtausrüstung) aktiviert werden musste. Über Social Media geteilte Einblicke in die Strecke und das Eventgelände steigerten schon Wochen vorher die Vorfreude auf das Rennen.

Das Mountainman Großarltal Event-Wochenende begann für viele bereits am Freitag: Neben dem Kids-Trail standen ein gemeinsamer Shake-Out-Run sowie das Race Briefing auf dem Programm, welches auch bequem per YouTube-Livestream verfolgt werden konnte. Auch die Trail-Expo und die Startnummernausgabe öffneten bereits am Freitag ihre Türen. Wer erst am Renntag anreiste, konnte seine Startnummer noch bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Start abholen; spontane Nachnennungen vor Ort waren ebenfalls möglich.

Der Inhalt des Startersackerls war eher minimalistisch gehalten – was perfekt zur Philosophie der Eventreihe passt, emotionale Erlebnisse in der Natur gegenüber Werbegeschenken in den Vordergrund zu rücken. Die Infrastruktur vor Ort in Großarl ließ keine Wünsche offen: Von WCs über Duschen bis hin zum Supermarkt war alles fußläufig erreichbar. Zudem gab es ausreichend kostenlose Parkplätze sowie gratis Stellplätze für autarke Camper direkt auf dem Veranstaltungsgelände.

Auf der M-Strecke: Höhenmeter, Wetterumschwung & Verpflegung

Mein Startschuss für die M-Strecke des Mountainman Großarltal über 21 km und 1.200 Höhenmeter fiel am Samstag um 8:00 Uhr. Das Laufwetter beim Start schien ideal: kühl, aber trocken, während sich die Sonne langsam ihren Weg durch die Wolkendecke bahnte. Nach einem heftigen nächtlichen Gewitter – weshalb der Start der XXL-Distanz von 3:00 Uhr auf 4:00 Uhr verschoben werden musste – versprach der Wetterbericht mildere Temperaturen um die 20 Grad gegen Mittag.

Nach einem kurzen Flachstück durch den Ort ging es bereits nach dem ersten Kilometer steil in den Anstieg über. Die asphaltierte Straße wich schnell einem abwechslungsreichen Wanderweg. Über verwurzelten Waldboden ging es stetig bergauf – ein ständiger Wechsel zwischen steilem Uphill-Hiken und schnellen Laufpassagen. Ob meine Trailrunning-Stöcke auf diesem Abschnitt eher hilfreich oder hinderlich waren, konnte ich selbst im Ziel nicht eindeutig beantworten. Ein Trailrunning-Schuh mit tiefem Profil war auf dem feuchten, rutschigen Untergrund jedoch definitiv Pflicht.

Entgegen den Vorhersagen setzte nach einer halben Stunde dichter Regen ein. Zusammen mit dem auffrischenden Wind in den höheren Lagen wurde es rasch empfindlich kalt. Spätestens jetzt bewährte sich die mitgeführte Regenjacke und zeigte, wie wichtig die Pflichtausrüstung bei Trailläufen im Gebirge ist. Trotz des Schlechtwetters trotzierten zahlreiche Zuschauer der Kälte und feuerten uns LäuferInnen am Streckenrand lautstark an.

Auch das Helferteam an den Verpflegungsstationen der Almen hielt eisern durch. Auf der M-Distanz gab es zwei Verpflegungspunkte (bei Kilometer 6 und Kilometer 16). Im Vorbeilaufen zeigte sich das reichhaltige Angebot aus frischem Obst, Kuchen und ISO-Getränken. Da mir durch den Regen jedoch zu kalt war, verzichtete ich auf eine längere Pause.

Der Uphill verlief fast durchgehend über reizvolle Single-Trails, während der Downhill überwiegend über breitere Forststraßen ins Tal führte. Letzteres war zwar technisch weniger anspruchsvoll, forderte meine Knie gegen Ende der 21 km jedoch spürbar. Zum Finale belohnte uns der Kurs noch einmal mit einem knackigen Anstieg über Wanderwege und einem technischen Wurzel-Downhill. Als der Trail schließlich auslief und die Zielgerade ankündigte, stellte sich fast ein wenig Wehmut ein.

Ziellinie, Finisher-Medaille & Stimmung im Zielbereich

Das Gefühl der Müdigkeit verflog auf den letzten Metern sofort. Getragen vom Jubel der Zuschauer lief ich über die Ziellinie im Ortszentrum von Großarl und durfte mich überraschend über den 4. Platz in der Damenwertung freuen.

Im Zielbereich wurde allen LäuferInnen direkt die Finishermedaille überreicht, die auf der angrenzenden Expo gegen eine kleine Gebühr mit einer individuellen Gravur (Zielzeit/Name) veredelt werden konnte. Die Zielverpflegung war phänomenal: Von selbstgebackenem Kuchen, frischer Wassermelone, Äpfeln und Broten bis hin zu herzhaften und süßen Snacks war für jeden Geschmack gesorgt. Passend dazu zeigte sich nun auch wieder die Sonne.

Im Austausch mit anderen Teilnehmern wurde schnell klar, wie vielseitig das Wegenetz in Großarl ist: Ein Läufer der L-Strecke berichtete, dass es auf seiner Talseite kaum geregnet hatte und seine Route sowohl im Uphill als auch im Downhill fast ausschließlich über naturbelassene Wanderwege verlief. Für mich steht deshalb fest: Beim nächsten Mal möchte ich fit genug sein, um die L-Distanz über 30 km in Angriff zu nehmen!

Fazit: Für wen lohnt sich der Mountainman Großarltal?

Alles in allem war der Mountainman Großarltal trotz der widrigen Wetterbedingungen ein großartiges Sportevent in den Salzburger Bergen. Wer eine familiäre Community, eine hervorragende Organisation und die landschaftliche Kulisse der Alpen schätzt, dem kann ich diese Trailrunning-Veranstaltung uneingeschränkt empfehlen.

Durch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Expo, Shake-Out-Run und Kinderlauf wird für die ganze Familie etwas geboten. Auch streckentechnisch ist für jedes Leistungsniveau gesorgt:

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