Der Madrisa Trail findet im Kanton Graubünden in den Schweizer Alpen statt. Es wird für jedes Leistungsniveau eine passende Distanz angeboten:
T11 (11 km, 450 hm) für Einsteiger und Sprinter
T24 (24 km, 1.247 hm)
T33 (33 km, 2.200 hm)
T54 (54 km, 4.020 hm) für Ultraläufer
Kinder-Wettbewerbe mit 200 m, 640 m oder 1,2 km
Am Rennwochenende waren rund 1.500 Läuferinnen und Läufer am Start. Für Kurzentschlossene gab es die Möglichkeit zur Nachmeldung vor Ort.
Wir haben uns für den T24 entschieden – einen abwechslungsreichen Trail hoch über der Talsohle von Klosters. Wie sich die 24 Kilometer tatsächlich angefühlt haben, welche Herausforderungen auf uns warteten und warum die Strecke mehr als nur ein klassischer Trail war, erzählen wir euch im folgenden Bericht.
Vor dem Start: Akklimatisierung und perfekte Orga vor dem Start
Wir sind am Freitagnachmittag in Klosters angekommen, haben in unserer Unterkunft, dem Sunstar Hotel, eingecheckt, uns auf der Expo umgesehen und die Startnummern bereits am Vortag abgeholt. Vor Ort war alles top organisiert: keine langen Wartezeiten, saubere Sanitäranlagen und ein prall gefüllter Goodie-Bag (inkl. Gel, Müsli, Sportgetränk und Startnummerngurt).
Der Veranstalter hielt alle Teilnehmenden stets auf dem Laufenden – auch kurzfristige Streckenänderungen und Startzeiten aufgrund von Gewitterwarnungen wurden rechtzeitig per E-Mail kommuniziert.
Da das Rennen direkt am Bahnhof startete, war die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ideal. Wir nutzten den privaten Shuttle unseres Hotels, das Läufern sogar schon ab 4:00 Uhr Frühstuck anbot – eine klare Empfehlung für das Sunstar Hotel!




Auf der Strecke: Schweiß, Höhenmeter und Alphornklänge
Mit rund 85 % Trailanteil verlief die Strecke meist über schmale Waldwege, alpine Wiesen und beeindruckende Hängebrücken. Technisch besonders anspruchsvoll waren:
der Downhill Alpenrösli-Schlappintobel
der Uphill Serneus-Cavadürli
Ein echtes Highlight des T24 war der Bergsprint bei Kilometer 19: Über 1 km mussten 244 Höhenmeter überwunden werden – dieser Abschnitt wurde separat gewertet. Hier hieß es: Restreserven einteilen!
Unterwegs boten drei Verpflegungsstationen eine große Auswahl (Obst, Riegel, Kuchen, Getränke u. v. m.). Bei den heißen Temperaturen sorgten zusätzliche Wasserstellen und nasse Schwämme für die nötige Abkühlung.
Die Stimmung an der Strecke war fantastisch. Dank vergünstigter Bergbahntickets für Begleitpersonen standen auch in den höheren Lagen viele Zuschauer. Für echte Schweizer Atmosphäre sorgten Waldhornbläser und „Trychler“ (Kuhglockenspieler) an den Trails.
Im Ziel: Der magische Zieleinlauf in Klosters
Beim Zieleinlauf wurden wir von einer großartigen Kulisse empfangen. Als Belohnung wartete die Finisher-Medaille sowie eine Ziel-Verpflegung mit Gratis-Pasta für alle Teilnehmenden.
In Liegestühlen konnte man die Kraftreserven wieder auffüllen – auch für die Zuschauer gab es ein vielfältiges Verpflegungsangebot. Ein besonderes Highlight war der Schneeberg im Zielbereich, der für den extra Erfrischungskick sorgte!
Die Siegerehrung erfolgte nach Altersklassen, belohnt mit coolen Trophäen und reich gefüllten Geschenkkörben.




Fazit: Ein rundum gelungenes Event mit Herz
Das gesamte Event war hervorragend organisiert. Man fühlte sich überall herzlich betreut und spürte die echte Leidenschaft für die Trailrunning-Community.
Der Madrisa Trail bietet für jedes Leistungsniveau die passende Distanz, um persönliche Grenzen auszutesten und neue alpine Pfade zu entdecken.
Einziger Verbesserungsvorschlag: Die Zeitpunkte der Preisverteilungen könnten zeitlich enger zusammengelegt werden, damit auch die Siegerinnen und Sieger der langen Distanzen gebührend gefeiert werden – am besten kombiniert mit einer anschließenden After-Race-Party!
Unser Trailrunning Eventkalender bündelt über 180 Trailrunning Events in den Alpenländern und darüber hinaus
Quellenangaben und Querverweise:
- Titelfoto: HitschRogantini
- Text und Fotos: Klaudia und Anja Gmeiner
- Zur Website des Madrisa Trail Klosters