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Anzeige / Werbehinweis: Dieses Produkt wurde vom Hersteller für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf das Testergebnis und es wurden keine Vorgaben zum Inhalt gemacht.

Mit dem MTL SpeedArc Peak bringt Merrell einen echten Trail-Superschuh auf den Markt, der nach fünf Jahren Entwicklungszeit und über 13.000 Testmeilen im Merrell Test Lab (MTL) das Licht der Welt erblickt hat. Ausgestattet mit Carbonplatte, PEBA-Schaum und feinsten Komponenten verspricht der Schuh maximale Geschwindigkeit und Kontrolle auf technischen Trails. Wir haben den Schuh eingehend getestet und verraten dir, ob er hält, was er verspricht.

Die Daten

Der erste Eindruck

Schaut man sich den Merrell MTL SpeedArc Peak zum ersten Mal an, fällt sofort das auffällige Design ins Auge, das als Teil der Kollektion zum 45-jährigen Jubiläum von Merrell mit bunten Retro-Farben an die 1980er-Jahre erinnert. Die Verarbeitung wirkt extrem hochwertig und die Materialien, allen voran das dünne Matryx-Obermaterial mit eingewebten Kevlar-Fäden, fühlen sich äußerst robust an.

Allerdings zeigt der Blick auf die Waage auch die Kehrseite der massiven Bauweise: Die von mir getestete Größe bringt knapp 312 g pro Schuh auf die Waage. Für einen reinrassigen Carbon-Superschuh ist das spürbar schwer und platziert ihn im Vergleich zur leichtfüßigen Konkurrenz eher im schwereren Segment.

Das Herzstück verbirgt sich in der Mittelsohle: Das dreiteilige SpeedArc-System kombiniert eine obere Schicht aus leichtem und reaktivem FloatPro PEBA-Rennschaum mit einer etwas festeren FloatPro-Basisschicht. Dazwischen liegt eine gegabelte Carbonfaser-Platte (FlexPlate), deren Flügel im Profil sichtbar sind und für zusätzliche Stabilität sorgen sollen. Der Blick auf die Sohle offenbart die 4 mm tiefen Vibram-MegaGrip-Elite-Stollen mit gezielten Aussparungen zur Gewichtsreduktion.

Die Passform und Schnürung

Das Matryx-Obermaterial umschließt den Fuß präzise und bietet herausragenden Halt, ohne zu drücken. Im Bereich des Mittelfußes und der Zunge ist eine flexible Dehnungszone integriert, welche die Passform optimiert, wenn der Fuß bei langen Einheiten auf Ultra-Distanzen anschwillt.

Bei der Schnürung setzt Merrell auf eine klassische Schnürung, die sich fein dosieren lässt und den Druck gleichmäßig auf den Spann verteilt. Insgesamt bietet der Merrell MTL SpeedArc Peak einen sehr sicheren Halt im Mittelfußbereich und an der Ferse, was auf technischem Terrain direkt Vertrauen schafft.

Auf dem Trail

Auf dem Trail entfaltet der Merrell MTL SpeedArc Peak seine ganz eigene Dynamik! Die Kombination aus dem reaktiven FloatPro PEBA-Schaum und der Carbonplatte erzeugt einen spürbaren Vorwärtsschub, der sich jedoch keineswegs schwammig, sondern sehr direkt, kontrolliert und angenehm „erdgebunden“ anfühlt. Man behält stets eine hervorragende Rückmeldung vom Untergrund. Überrascht hat mich das Fahrverhalten im technischen Terrain: Durch die gegabelte Bauweise der Carbon-FlexPlate passt sich der Vorfuß dynamisch an Bodenunebenheiten an, sodass der Schuh trotz des massiven Aufbaus nicht kippelig wirkt.

Man sollte jedoch beachten: Das Gesamtsystem weist einen spürbar steifen Grundcharakter auf. Um die volle Dynamik des Schuhs abzurufen, verlangt er nach aktiver Führung, einer sauberen Lauftechnik und einem gewissen Grundtempo. Wer nur gemütlich trabt, wird die Performance der Carbonplatte nicht voll nutzen können.

Die etwas festere untere Schaumschicht schützt die reaktive PEBA-Schicht und gibt dem Fuß die nötige Führung bei schnellen Richtungswechseln. Der Grip der Vibram-MegaGrip-Elite-Außensohle greift auf feuchtem Fels, Schotter und Waldwegen hervorragend. Durch das extrem wasserabweisende Matryx-Material saugt sich der Schuh auch bei nassen Bedingungen nicht voll und bleibt leicht am Fuß.

Wo fühlt sich der Schuh am wohlsten?

Sein volles Potenzial spielt der MTL SpeedArc Peak auf schnellen, feintriebigen bis moderat technischen Mittel- und Langstrecken-Trails aus. Er glänzt vor allem auf alpinen Pfaden, Schotterpassagen, trockenem wie nassem Fels und lauffreudigen Waldwegen, wo man den Vortrieb der Carbonplatte effizient in Geschwindigkeit umsetzen kann. Extrem tiefes, tiefgründiges Schlammgelände gehört aufgrund der moderaten 4 mm Stollenprofiltiefe nicht zu seinem Hauptrevier – hier sind reine Matschspezialisten im Vorteil, während der SpeedArc Peak als Allround-Wettkampfwaffe für alles von kargen Gebirgstrails bis hin zu schnellen Flachpassagen überzeugt.

„Der Merrell MTL SpeedArc Peak ist ein reinrassiger Wettkampfschuh für anspruchsvolle Trails!“

Fazit

Der Merrell MTL SpeedArc Peak ist ein reinrassiger, steifer Wettkampfschuh für anspruchsvolle Trails! Er überzeugt auf ganzer Linie durch seine sehr direkte, erdgebundene Dynamik, eine hohe Robustheit und verlässlichen Grip.

Ein Wehrmutstropfen bleibt jedoch das Preisschild: Mit 290 € gehört der Schuh zum absolut obersten Preissegment auf dem Markt. Für Gelegenheitsläufer oder als Trainingsschuh ist dieser Investment-Wert schlicht zu hoch. Für ambitionierte Athletinnen und Athleten mit aktiver Laufführung, die auf Mittel- und Langstrecken im technischen Gelände maximale Performance suchen und bereit sind, für das absolute High-End-Material tief in die Tasche zu greifen, ist er dennoch eine extrem starke Waffe am Wettkampftag.

Hier geht’s zum Test des Mammut Aenergy Trail Speed Low.

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