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Anzeige / Werbehinweis: Dieses Produkt wurde vom Hersteller für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf das Testergebnis und es wurden keine Vorgaben zum Inhalt gemacht.

THE NORTH FACE Altamesa 500 V2 im Test: Ein „Every-Day-Allrounder mit Racing-Attitude“

Das 1966 in San Francisco gegründete Unternehmen hat sich von einem kleinen Fachgeschäft für Bergsteigerausrüstung zu einer weltweiten Spitzenmarke im Outdoor- und Extrembergsport entwickelt. Die Philosophie hinter den aktuellen Trailrunning-Schuhen von The North Face setzt voll auf maximale Energieeffizienz und kontinuierlichen Vortrieb auf allen Untergründen.

Der THE NORTH FACE Altamesa 500 V2 (*Affiliate-Link Bergfreunde) zielt dabei auf eine ganz bestimmte Lücke im breiten Produktportfolio der Marke. Steht ansonsten die von Athleten mitentwickelte VECTIV™-Technologie, bei der stabilisierende 3D-Platten (z. B. aus Carbon) verwendet werden, im Vordergrund, kommt der Altamesa 500 V2 gänzlich ohne Carbon- oder TPU-Platten aus.

Bei ihm ist der Name Programm: Alta = hoch/erhaben, Mesa = Tafelberg/Hochebene (wörtlich: Tisch). Zusammen also „hohe Hochebene“ oder „hohes Plateau“. Genau dort fühlt er sich am wohlsten: weitläufige, hochgelegene und eher einfache Trails sowie flache Mittelgebirgs- und Forstpfade (Gravelpassagen, leichte Wald- und Bergwege).

Die Daten

Der erste Eindruck

Öffnet man den Karton zum ersten Mal, wirkt der Schuh in der Farbkombination „White-Lava Red“ sehr edel. Die Verarbeitung ist, wie von TNF gewohnt, hochwertig und sauber. Auf den Trails ist weißes Obermaterial bestimmt nicht immer die beste Wahl (wenn man es nicht unbedingt auf jede Schlammpfütze anlegt), aber es gibt ihn ja auch noch in sechs weiteren Farbkombinationen.

Des Weiteren fällt sofort die eher dicke Zwischensohle mit dem eigenentwickelten DREAM-Mittelsohlenschaum ins Auge – ein Indiz dafür, dass der Schuh gut gedämpft ist und mit ihm viele Kilometer möglich sind.

Die Sohle mit der hauseigenen Surface-CTRL™-Gummimischung sieht sehr griffig aus. Das Stollendesign ist eher aggressiv gestaltet: ein Hinweis darauf, dass man mit dem Altamesa 500 V2 durchaus die Grenzen der Geländegängigkeit ausloten kann.

Die Passform

Der Altamesa ist ein Schuh, den man gut und gerne „Out of the Box“ laufen kann. Kein „erstmal einen Tag im Alltag einlaufen“ – einfach anziehen und losgeht’s.

Die Passform ist sehr gemütlich. Rundum ist der Schuh gut gepolstert, vor allem der Fersenbereich ist weich und anschmiegsam, sodass der Fuß zu keiner Zeit an eine harte Stelle stößt. Was auffällt, wenn man direkt von oben draufschaut: Der Vorfußbereich ist sehr breit. Dementsprechend lässt die Zehenbox dem Fuß ausreichend Platz, ohne sich „haltlos“ anzufühlen. Für sehr schmale Füße wird der Schuh dadurch aber eventuell etwas zu breit sein und sich schwammig anfühlen.

Im Mittelfußbereich setzt der Altamesa 500 V2 auf das – auch von anderen Herstellern bekannte – sockenähnliche Inlay, das den Fuß sehr gut an Ort und Stelle hält und ausreichend Stabilität (auch bei engen und schnellen Kurvenläufen) verleiht. Der Fersenhalt ist hervorragend und man fühlt sich rundum sicher im Schuh.

Noch kurz ein paar Worte zur Schnürung: The North Face setzt bei diesen Modellen auf Rennschnürsenkel mit gezahnten Kanten – also eigentlich eine konventionelle Schnürung, wie man sie von Straßenlaufschuhen oder Sneakern kennt. Der Trend vieler Hersteller ging in den letzten Jahren eher weg von der konventionellen Schnürung. Man muss aber ehrlich sagen, dass das Konzept der gezahnten Schnürung hervorragend funktioniert und sich die Senkel auch bei Nässe oder Schmutz nicht lösen. Ein großartiges Konzept, das auch optisch zum Schuh passt und ihn von anderen Modellen am Markt abhebt.

Einziges Manko: Man muss die Schnürsenkel trotzdem irgendwo verstauen, wofür es leider keinen dedizierten Platz am Schuh gibt. Die Schnürung selbst lässt sich jedoch gut justieren; nichts drückt oder schneidet unangenehm ein.

Auf dem Trail

Das Test-Szenario

Der Altamesa 500 V2 wurde im Testzeitraum von ca. 4 Wochen über gut 120 km gelaufen. Hauptsächlich wurde er zum wöchentlichen Training auf verwurzelten und steinigen Forst-Trails im Mittelgebirge (Ostalb) getestet.

Ein Ausflug in die Allgäuer Alpen war jedoch auch dabei: Dort konnte er über ca. 30 km mit 2.600 Hm seine Fähigkeiten im alpinen Trailrunning unter Beweis stellen. Über den gesamten Zeitraum waren die Bedingungen weitgehend trocken und warm, somit kam er wenig mit Matsch in Berührung. Bei dem Ausflug in die Allgäuer Alpen hat es jedoch kurz geregnet, sodass er auch Nässe kennengelernt hat und wir uns ein Bild von Grip und Handhabung machen konnten.

Grip & Untergrund

Auf trockenen Trails ist der Altamesa 500 V2 eine echte Waffe. Er ist angenehm leicht am Fuß und die 4-mm-Stollen packen verlässlich zu. Auch auf sehr steilen Downhills mit trockener, sandig-steiniger Beschaffenheit rutscht er nicht weg. Egal ob im schnellen Downhill oder im knackigen Anstieg: Die Anordnung der Stollen ist schlau gewählt und die Sohle vermittelt immer ein Gefühl voller Traktion.

Im Gebirge auf grobem und trockenem Stein war das Gefühl und das Vertrauen in den Schuh ebenfalls sehr gut. Wenn es nass wird, kommt die Surface-CTRL™-Gummimischung jedoch an ihre Grenzen – da funktioniert beispielsweise eine Vibram-Megagrip-Sohle um einiges besser. Wir reden hier aber auch von durchweg steinigen, alpinen Trails. Im nassen Forst sowie auf schlammigen und verwurzelten Pfaden ist er trotzdem zu 100 % in seinem Terrain.

Protektion & Dämpfung

Das Mesh-Material der Oberkonstruktion wirkt hochwertig und bietet ausreichend Schutz gegen Steine und andere Fremdkörper. Eine verstärkte Zehenkappe trägt ebenfalls dazu bei. Trotzdem ist der Altamesa 500 V2 ein leichter, agiler Schuh: Schutz ist gegeben, aber allzu viel harte Kraft sollte von außen nicht direkt auf den Schuh einwirken.

Der DREAM-Schaumstoff in der Sohle ist eine Wucht: extrem leicht und trotzdem widerstandsfähig mit der nötigen Prise Stabilität. Die Dämpfung ist extrem gut, ohne dass es schwammig wirkt oder ein „Schlauchboot-Gefühl“ aufkommt. Trotz des hohen Aufbaus behält man ein gutes Gefühl für den Untergrund.

Auf flachen und gut laufbaren Passagen fällt der „Bounce-Effekt“ des Schaums auf, der den Vortrieb angenehm unterstützt. Bei der längsten Teststrecke (ca. 30 km / 2.600 Hm) war das Laufgefühl bezüglich Dämpfung und Protektion stets sehr gut. Komfort, Schutz und Stabilität waren dauerhaft gegeben.

Dynamik & Lauffreude

Ganz klar ein „Wolf im Schafspelz“: Er kann sowohl der gemütliche Alltags-Cruiser als auch die schnelle Wunderwaffe sein. Er rollt gut ab, ist leicht und bietet eine sehr gute, stabile Dämpfung. Und ja: Ballern kann man mit ihm auch! Am meisten Spaß machen gut laufbare und steile Forst-Downhills.

Für Profi-Athleten wird er wahrscheinlich nicht als Wettkampfschuh infrage kommen (dafür hat The North Face andere Modelle im Portfolio), aber für ambitionierte Hobby-Trailrunner ist er im täglichen Training wie auch im Wettkampf durchaus eine Anschaffung wert.

Haltbarkeit

Nach vier Wochen und ca. 120 km sind keine Mängel an Verarbeitung und Material aufgefallen. Im Test wurde auch mal der ein oder andere Straßenkilometer zurückgelegt – die Stollen zeigen dennoch kaum Verschleiß. Abgesehen von den üblichen Gebrauchsspuren steht der Schuh top da.

Aber: Die Farbkombination „White-Lava Red“ wird naturgemäß schnell gräulich. Grasflecken oder Verfärbungen durch Dreck sind bei weißem Obermaterial im Gelände unvermeidbar.

„Vom Einsteiger bis zum ambitionierten Hobby-Läufer werden wahrscheinlich alle damit glücklich.“

Was geht besser?

Eigentlich nicht viel – der Altamesa 500 V2 überzeugt in fast allen Belangen.

  • Schnürsenkel-Verstauung: Die fehlende Verstaumöglichkeit für die recht langen Schnürsenkel ist ein kleines Ärgernis. Eine kleine Aufbewahrungstasche am Schuh oder eine Mesh-Lage über der Schnürung würde das Problem sofort lösen.

  • Breite im verblockten Gelände: Die Sohle und der Schaum gehen weit über das Obermaterial hinaus. Für Grip und Stabilität auf normalen Trails ist das perfekt. Auf sehr verblockten, steinigen Trails ist der Schuh dadurch jedoch manchmal etwas zu breit, sodass man genau planen muss, wo man auftritt, um nicht seitlich abzukippen.

Fazit

The North Face verspricht nicht zu viel: Der Altamesa 500 V2 (*Affiliate-Link Bergfreunde) ist ein Alltags-Trailschuh für Läufer aller Niveaus. Vom Einsteiger bis zum ambitionierten Hobby-Läufer werden wahrscheinlich alle damit glücklich. Auch für schwerere Trailrunner ist der Schuh aufgrund der großartigen Dämpfung hervorragend geeignet.

Die Surface-CTRL™-Gummisohle packt verlässlich zu und vermittelt ein sicheres Gefühl (nasse, alpine Felsen ausgenommen). Der DREAM-Mittelsohlenschaum sorgt für eine weiche Dämpfung samt Bounce-Effekt und behält diese auch über längere Distanzen bei.

Ob er einen Ultra mitmacht, ist eher fraglich – am wohlsten fühlt er sich vermutlich auf Distanzen bis ca. 50 km. Er ist schlichtweg ein perfekter „Everyday-Allrounder mit Racing-Attitude“.

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Quellenangaben und Querverweise:
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