Event-Typ
Land
Distanz
Datum
Anzeige / Werbehinweis: Der Startplatz für diese Event wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf den Bericht und es wurden keine Vorgaben zum Inhalt gemacht.

Der Tschirgant SkyRun findet in Imst in Tirol statt und zählt zu den technisch anspruchsvolleren Trailrunning-Events der Region. Es gibt vier verschiedene Strecken: 16 km, 26 km, 42 km und 52 km. Ich habe mich für die 26 km entschieden, bei denen rund 1900 Höhenmeter überwunden werden müssen.

Durch die verschiedenen Distanzen gibt es für alle eine passende Strecke und das Event eignet sich sowohl für ambitionierte Hobbyläufer als auch für erfahrene Skyrunner. Auf meiner Strecke liefen knapp 230 Läuferinnen und Läufer mit, es ist also kein ganz kleines Rennen, aber es hat dennoch eine angenehm familiäre Atmosphäre.

Die Mischung aus sehr laufbaren Abschnitten im Talbereich und wirklich steilen, technischen Abschnitten in den höheren Lagen macht das Event für mich aus.

Vor dem Start

Die Anmeldung war online sehr unkompliziert und die Kommunikation des Veranstalters im Vorhinein war klar und außerordentlich strukturiert und informativ, sodass man sich gut auf das Rennen vorbereiten konnte. Vor Ort war die Infrastruktur sehr gut organisiert. Es standen genügend Parkflächen zur Verfügung, es gab WCs und der Start befand sich in Imst an der Sportanlage. Die Startnummernausgabe verlief über einen QR-Code, den man per Mail erhalten hatte, und war entsprechend schnell und unkompliziert. Zusätzlich erhielt man eine kleine Goodie-Bag mit einem Theraband und Duschgel. Insgesamt machte die gesamte Organisation einen strukturierten und entspannten Eindruck, ohne lange Wartezeiten oder unnötige Hektik. Mein Start erfolgte bereits um 7:30 Uhr. Die frühe Startzeit war für mich bei einem Rennen dieser eher kürzeren Distanz zunächst ungewohnt, erwies sich jedoch als sinnvoll, da die Strecke dadurch noch bei kühleren Temperaturen gelaufen werden konnte und man die Mittagssonne meiden konnte.

Auf der Strecke

Nach dem Start folgte zunächst eine eher flachere Passage über asphaltierte Wege, bevor der Kurs in den Wald führte und auf eine Forststraße wechselte. Von dort ging es weiter auf schmalere Trails, wo meine Stöcke zum Einsatz kamen. Stöcke mitzunehmen war für mich auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Der Anstieg zog sich anschließend kontinuierlich über rund 1700 Höhenmeter nach oben. Anfangs waren die Passagen noch gut laufbar, gingen jedoch zunehmend in steilere Hike-Abschnitte über. Gegen Ende wurden zusätzlich kurze Klettereipassagen eingebaut, die teilweise mit Drahtseilen gesichert waren und den technischen Anspruch erhöhten. Entlang des Anstiegs gab es zwei Verpflegungsstationen, die gut bestückt waren. Die Helferinnen und Helfer dort waren sehr freundlich und motivierend. Auf der Strecke selbst waren eher wenige Zuschauer, dafür war die Stimmung am Start- und Zielbereich umso besser. Nach dem Erreichen des höchsten Punktes führte die Strecke über einen exponierten und technisch anspruchsvollen Grat. Dieser Abschnitt war teilweise gut laufbar, teilweise aber auch sehr ausgesetzt und anspruchsvoll, sodass volle Konzentration erforderlich war. Gleichzeitig bot sich eine beeindruckende Aussicht über die Region rund um Imst. Es folgte ein anfangs sehr technischer Downhill, der überraschend fordernd war und in einigen Passagen deutlich schwieriger als erwartet. Erst im weiteren Verlauf wurde das Gelände zunehmend einfacher und ging in Forstwege über. Auch im Abstieg gab es noch zwei Verpflegungsstationen. Die Strecke war sehr gut markiert. Auch Abzweigungen in kleine Trails, konnte man kaum verpassen. Der letzte Streckenteil führte schließlich zurück auf den Aufstiegsweg durch den Wald und anschließend über Asphalt leicht ansteigend in Richtung Ziel.

Im Ziel

Der Zieleinlauf war von einer sehr guten Stimmung geprägt. Kurz vor dem Ziel überraschte noch ein kleiner fieser Anstieg, bevor man im Zielbereich herzlich empfangen wurde. Die Atmosphäre dort war super und es waren dort viele Zuschauer und ein live Moderator rief die Namen aller ankommenden Finisher aus. Da ich das Rennen gewinnen konnte, erwartete mich ein tolles Siegerband und sehr viel Jubel. Im Ziel gab es kurze Interviews mit den Top-Platzierten und für alle eine Zielverpflegung mit reichlich Essen, die Getränkeauswahl dort war aber eher klein. Alle Finisher erhielten eine sehr hochwertige Medaille. Besonders positiv war zudem, dass man nach dem Rennen kostenlos ins Freibad durfte. Wir sind dort noch schwimmen und duschen gegangen. Gerade an einem sehr warmen Tag war das eine ideale Möglichkeit zur Überbrückung der Zeit bis zur Siegerehrung. Bei der Siegerehrung wurden die Top-Platzierten jeder Strecke mit hochwertigen Preisen ausgezeichnet. Dazu gehörten unter anderem Übernachtungsgutscheine sowie weitere Gutscheine für Freizeitangebote in der Region Imst.

Fazit

Der Tschirgant Sky Run hat mir insgesamt sehr gut gefallen und war eine rundum gelungene Veranstaltung. Das Event eignet sich sowohl für Hobbyläufer, die erste Skyrace-Erfahrungen sammeln möchten, als auch für erfahrene Trailrunner, die eine Kombination aus laufbaren Trails und technischen Passagen suchen. Positiv hervorzuheben sind die gute Organisation, die tollen Helferinnen und Helfer an den Verpflegungsstationen sowie die besondere Atmosphäre rund um Imst. Verbesserungspotenzial sehe ich kaum, lediglich die Getränkeauswahl bei der Zielverpflegung hätte größer sein können. Für mich war es ein sehr gelungenes Rennen, das ich definitiv weiterempfehlen kann, insbesondere für alle, die ein abwechslungsreiches Skyrunning-Event in den Alpen suchen.

euere Vroni
Trailrunning24 – TrailCompany

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