Event-Typ
Land
Distanz
Datum

Wenn ein Trail-Event auch ohne Winterkulisse für Gänsehaut sorgt, dann ist es der Mountainman Pommelsbrunn. Mitten im Nürnberger Land trifft familiäre Stimmung auf bestens organisierte Abläufe, abwechslungsreiche Strecken und jede Menge echtes Outdoor-Feeling. Fünf Distanzen – plus eine Familienrunde – machen das Event vielseitig, während Matsch, Nebel und aufgeweichte Trails dieses Jahr für ganz eigene Herausforderungen sorgten.

Für mich sollte es die Krampus-Strecke L werden: 32 Kilometer, rund 1.100 Höhenmeter und ein Gelände, das eindrucksvoll zeigt, wie anspruchsvoll und gleichzeitig charmant ein Mittelgebirgstrail sein kann. Schon im Vorfeld war klar: perfekte Vorbereitung, klare Infos, liebevolle Details – und ein Starterbag, das wie immer ein kleines Highlight enthält.

Wie sich der Tag trotz Dauerregen, rutschigen Downhills und fehlendem Schnee zu einem würdigen Saisonabschluss entwickelte, warum der Lauf gleichzeitig fordert und begeistert – und wieso man hier jedes Jahr ein Stück „Trail-Zuhause“ findet – davon erzähle ich euch im folgenden Bericht.

Vor dem Start

Alle Infos wurden im Vorfeld per E-Mail gesteuert und waren klar strukturiert, sodass ich bestens vorbereitet war. Sämtliche Informationen – Startzeiten, Pflichtausrüstung, Streckenhinweise – sowie die Startnummer inklusive ein paar Goodies kamen frühzeitig. Ein kleines Highlight im Starterbag ist immer der Lebkuchenmann mit MountainMan Emblem. Selbst der Gpx-Track wurde fast tagesaktuell rechtzeitig vor dem Start zur Verfügung gestellt.

Vor Ort lief alles gewohnt reibungslos:

  • Parken in unmittelbarer Nähe und genau beschrieben,
  • ausreichend Toiletten und Duschmöglichkeiten direkt im Zielbereich,
  • und freundliche Helfer überall.

Ein kurzer Blick in die Wetter-App bestätigte die bereits bekannten Bedingungen: kein Schnee, dafür massiv aufgeweichte Trails aufgrund der Regenfälle der Nacht.
Bis kurz vor dem Start regnete es konstant, was die Vorfreude zwar etwas dämpfte, aber gleichzeitig klarstellte: Das wird ein richtiger Trail-Tag.

Auf der Strecke

Sobald es für die 294 Läufer der L-Strecke losging, zeigte die Strecke ihr wahres Gesicht: Purer Matsch, aufgeweichte Waldwege und rutschige Singletrails machten den Lauf von Beginn an technisch anspruchsvoll. Ohne Schnee, dafür mit ständigen Pfützen, matschigen Mulden und glitschigen Wurzeln war volle Konzentration gefordert. Morgens noch vom leichten Nebel begleitet, blieb der Himmel wolkenverhangen und die Sonne hatte dieses Jahr keine Chance. Dennoch gab es genügend schöne Trails und Aussichten zu bewundern.

Der Trailanteil war hoch und die Anstiege wurden durch die Nässe doppelt so schwer. Bergab bedeutete „laufen“ oft eher ein kontrolliertes Rutschen und die Schlammpackung gab es kostenlose dazu.  Der Untergrund wechselte zwischen weichem Waldboden, erdigen Trails und breiten Wegen, die zu kleinen Schlammpisten geworden waren.

Die Verpflegungsposten waren wie immer ein Highlight:
Getränke, süße und herzhafte Snacks sowie ein paar Vitamine – alles reichlich vorhanden. Die Helfer waren trotz des schlechten Wetters gut gelaunt und sorgten unterwegs ständig für Motivation.

Stimmungstechnisch war der Lauf eine Mischung aus konzentrierter Vorsicht und kollegialem Humor. Viele Läufer nahmen die extrem rutschigen Bedingungen mit Gelassenheit – man lachte miteinander über spektakuläre Ausrutscher, kommentierte tiefe Schlammstellen und half sich gegenseitig, wenn es rutschig wurde. Natürlich gab es auch wieder den einen oder anderen Smalltalk auf der Strecke und zusammen läuft es sich eben doch etwas leichter.

Nach etwa zwei Stunden setzte der Regen wieder ein, was die Strecke noch glatter machte und für den zweiten, anstrengenderen Teil der Strecke zusätzliche Herausforderung brachte.

Im Ziel

Das Ziel zu erreichen fühlte sich dieses Mal wie eine doppelte Belohnung an: körperlich geschafft, verschlammt und ordentlich nass, aber glücklich. Die Stimmung im Zielbereich war super und jeder Teilnehmer erhielt eine Medaille.

Die Zielverpflegung war ein Fest und ließ keinen Wunsch offenen. Anschließend konnte man sich am offenen Feuer oder direkt unter den Duschen vor Ort aufwärmen. 

Ich habe mein Laufjahr 2025 mit einem Shorty in der fränkischen Schweiz begonnen und mit einem Shorty in der Hersbrucker Schweiz abgeschlossen. Auch wenn das nicht mein bester Tag war, so bin ich mit meinen 3:46:36 zufrieden und freue mich auf eine kleine Saisonpause. Meine neuen Trailschuhe konnten heute zeigen, was sie können und meine Stecken habe ich auch oft gebraucht. Wie immer ging ich auf Nummer sicher und habe mich selbst verpflegt und lediglich meine vorbereiteten Flask mit Wasser aufgefüllt. So kam ich ohne Probleme auf 80g/h Kohlenhydrate inklusive Getränke, Gels und Riegel. Das spart Zeit an den VP´s und verursacht keine bösen Überraschungen auf der Strecke. 

Fazit

Der MountainMan in Pommelsbrunn wird immer professioneller und bleibt dennoch familiär. Es ist ein willkommener Saisonabschluss und definitiv ein örtliches Highlight für Jedermann.

Wer 2.000 Höhenmeter am Stück erwartet, sucht in dieser Schweiz vergebens. Wer aber mittelgebirgige Trails mit viel Abwechslung, schönen Aussichten und einer sehr familiären und liebevoll organisierten Veranstaltung sucht, der wird in der Hersbrucker Schweiz belohnt. Ob erfahrener Trailrunner, Rookie, Hiker oder Läufer/Hiker mit Hund – hier kommt jeder auf seine Kosten ohne weit dafür fahren zu müssen. Insgesamt war dieser Lauf ein echtes Abenteuer: hart, nass, matschig, aber unvergesslich.

eure Kati
Trailrunning24 – TrailCompany

weitere s

Instant Trailnews?

Abonniere den trailrunning24 Newsletter:

Instant Trailnews?

Abonniere den trailrunning24 Newsletter:

News, Events und Reports aus der Welt des Trailrunning direkt in deine Inbox.