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Bericht von unserer Trailcompany-Läuferin Lucie Schneller über ihren Arberland Ultra Trail – Schachtenbach Trail:

Schon seit acht Jahren treffen sich Trailbegeisterte im September im Bayerischen Wald für ein kleines, aber feines Trailrunning-Event: den Arberland Ultra Trail, der für jeden Trailläufer eine passende Strecke bietet.

Dieses Jahr gab es fünf Strecken, vom 20-km-Lauf mit 850 Höhenmetern bis zum 100-km-Lauf mit 3.700 Höhenmetern. Dabei wurden die 100-km- und 35-km-Strecken neu eingeführt. Die 20-km- und 35-km-Strecken boten zudem eine Canicross-Kategorie mit eigenem Start. Die 100-km-Strecke war mit strengen Cut-Off-Zeiten als Elitelauf für ambitionierte Ultraläufer gedacht. Der Schachtenbach Trail hingegen bietet ein anspruchsvolles Abenteuer auch für Traileinsteiger, denen 20 km zu wenig, aber 45 km zu viel wären. Er erfüllt auf jeden Fall alles, was er verspricht: anspruchsvolle, abwechslungsreiche Trails mit atemberaubenden Landschaften. Zusätzlich gehört der Arberland Ultra Trail zu den ITRA-Rennen und ist dadurch international anerkannt.

 

Vor dem Start

Auf den Internetseiten der Woidläufer e.V. findet man schon vor der Anmeldung detaillierte Informationen inklusive GPS-Daten der Strecken, sodass sich jeder vorab eine gute Vorstellung machen kann. Ich fand es toll, dass wir einen Teil der Strecke im Juli bereits durchwandert sind. Vier Tage vor dem Start kam noch eine E-Mail mit allen Informationen für das Rennen. Am 19. September von 16 bis 20 Uhr fand die Anmeldung mit Startnummernausgabe, Racebriefing und Pasta-Party im Hohenzollern Skistadion am Arber statt. Im Angebot war sogar eine vom Veranstalter organisierte Kinderbetreuung während des Rennens, die allerdings mangels Nachfrage entfiel. Wir schafften es gerade so um 20 Uhr und kurz vor Schluss wurde ich noch freundlich vom Team empfangen und konnte meine Startnummer und Startertasche abholen. Im Starterbeutel fand ich ein T-Shirt aus hochwertigem Material, einen Gutschein für ein Getränk zur Pasta-Party, einen Gutschein für 50 % Ermäßigung für die Gondel für Begleitpersonen und einen detaillierten Newsletter mit allen Informationen zum Rennen.

Da am Hohenzollern Skistadion keine offiziellen Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, gab es am Wettkampftag einen Shuttle-Service vom Parkplatz Thurnhoflift (vier Kilometer vom Start entfernt). Das Skistadion bot Duschmöglichkeiten, eine Gepäckaufbewahrung (eher eine Ablage, daher keine Wertsachen in der Tasche lassen), eine kleine Expo und einen Bereich für Zuschauer. Nachhaltigkeit ist mittlerweile beim Trailrunning ein gewöhnliches Thema. Auch hier mussten die Teilnehmer eigene faltbare Becher mitnehmen, da es keine Einwegbecher bei den Verpflegungsstationen gab.

Das Rennen

Am 20. September um 10 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer des Schachtenbach Trails im Startbereich. Es folgte noch ein kurzes Briefing, und um 10:30 Uhr ging es dann für 130 Läufer los. Die ersten zwei Kilometer führten über Schotter- und Forstwege. Ab Kilometer drei folgte ein steiniger Singletrail mit einem ziemlich steilen Anstieg auf den Gipfel des Großen Arber und spektakulären Ausblicken auf den Bayerischen Wald. Danach erfolgte der Abstieg über Schotterwege und Waldpfade zur ersten Verpflegungsstation bei der Chamer Hütte, wo wir mit einem freundlichen Lächeln empfangen wurden.

Insgesamt waren drei Verpflegungsstationen eingeplant (bei den Kilometern 7, 20 und 30), die ähnlich aufgestellt waren: Als Getränke gab es Wasser, Iso und Cola; zum Essen Bananen, Gurken, Wassermelonen, Salzbrezeln, Käse (auf der letzten Verpflegungsstation überraschte Obazda mit Crackern). Zusätzlich wurden wegen der sehr warmen Temperaturen zwei Trink-Verpflegungsstationen bei den Kilometern 13 und 27 eingerichtet. Über den Kleinen Arber kam dann ein etwas technischerer Abstieg und dann ein steiler Schotterweg zum Kleinen Arbersee, nach Brennes und dann zum Stadion, wo sich die zweite Verpflegungsstation befand. Nach kurzer Abkühlung ging es dann weiter auf die Schachtenbach-Schleife. Ein vier Kilometer langer, gut laufbarer Downhill führte uns nach Seebachschleife und entlang des malerischen Baches Großer Regen zur Regenhütte.

Der knackige Anstieg von 500 Höhenmetern auf drei Kilometern war eine mentale Probe. Inzwischen hatten viele Läufer wegen der Hitze mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, aber desto mehr war der Spirit des Trailrunning zu spüren: Alle waren hilfsbereit und haben aufeinander geachtet. Ab der letzten Verpflegungsstation, die sich nach meiner Uhr nicht bei Kilometer 30, sondern bei Kilometer 32,5 befand, ging es nach kurzem Anstieg über Forstwege und leicht technische Singletrails über den Großen Arbersee zum Ziel.

Im Ziel

Der Zieleinlauf war spektakulär. Es gab eine tolle Stimmung, Musik und viele jubelnde Zuschauer. Im Ziel gab es keine traditionelle Medaille, sondern ein Glas aus Zwiesel mit dem Arberland-Ultratrail-Logo, praktisch für die Zielerfrischung mit alkoholfreiem Bier. Dazu gab es noch kleine Snacks. Zu den Ergebnissen und Fotos kommt man unkompliziert über einen QR-Code auf der Rückseite der Startnummer.

Fazit

Der Arberland Ultra Trail ist eine eher kleinere Veranstaltung mit entspannter, freundlicher Atmosphäre, die sowohl für Traileinsteiger als auch für erfahrene, ambitionierte Trailrunner viel anbietet. Die Organisation war sehr gut, hat sich schnell an die Wetterbedingungen angepasst und für ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer gesorgt. Die Wege waren sorgfältig markiert. Persönlich würde ich die Benutzung von Stöcken empfehlen, vor allem für Trailanfänger wie mich. Für mich war es ein Laufevent, das richtig Bock macht, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

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