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Datum

Vom 30. Mai bis 01. Juni 2025 fand die 10. Jubiläumsausgabe des Hochkönigmans in Maria Alm, Österreich statt. Ein Trailrunning- Festival, welches jährlich zahlreiche Trailrunner/-innen aus aller Welt anzieht und mittlerweile als eines der größten Trailrunningevents in Europa bekannt ist. 

Zum 10-jährigen Jubiläum ließ der Organisator Thomas Bosnjak bei der Siegerehrung
sogar einem neuen Teilnehmerrekord verkünden. Über 2000 Läufer und Läuferinnen aus 43 Nationen trafen sich somit an diesem Wochenende, um das „Sieger geben niemals auf Gefühl“ aufleben zu lassen. Auf insgesamt 8 verschiedenen Distanzen wurde den Teilnehmern ein facettenreiches
Wettbewerbsangebot vorgelegt, so kamen Beginner auf technisch einfacheren, als auch Könner auf anspruchsvollen Trails zu ihren Gunsten. Auch Profisportler lockte das Hochkönig Skyrace, es ist Teil der internationalen Skyrunner World Series und war zudem die österreichische Skyrunning-Meisterschaft.

Die Strecken im Überblick:

  • Endurance Trail 84,2 km, 5030 hm
  • B`Jaks Marathon Trail 48, 6 km, 2940 hm
  • K3 Panorama Trail 33,9 km, 2052 hm
  • Speed Trail 19,9 km, 1020 hm
  • Skyrace 31,2 km, 2580 hm
  • Uniqa Easy Trail 9,2 km, 310 hm
  • Raiffeisen Business Trail 3,6 km, 120 hm
  • Downhill Race 2,6 km, -370 hm
  • Kids Trail

Vor dem Start

Mein Name stand auf der Startliste des K3 Panorama Trails. Am Freitag ging es gegen 17:30 Uhr von unserer Unterkunft in Hinterthal mit dem Auto zur Starnummernabholung nach Maria Alm. Ein besonderes Schmankerl für Übernachtungsgäste in der Region Hochkönig ist sicherlich die kostenlose Nutzung der Wanderbusse. Mit im Schlepptau hatten wir jedoch zwei Hunde, sodass wir uns für das Pendeln zwischen Unterkunft und Eventgelände für den eigenen PKW entschieden hatten.

Die Veranstaltungsparkplätze waren gut ersichtlich beschildert. Den Weg zum Veranstaltungsbereich musste man nicht lange suchen, es tummelten sich einige Sportler auf den Straßen mit denen man sich regelrecht zum Ort des Geschehens treiben lassen konnte. Die Startnummernausgabe war bereits ab 12 Uhr geöffnet, dennoch war abends noch einiges los. Die Abholung war übersichtlich nach den jeweiligen Distanzen gegliedert und es ging fix. Vorab wurde jedem Teilnehmer per Mail ein QR Code zugesendet, den man per Ausdruck oder am Smartphone vorzeigen musste. Ebenso war eine unterschriebene Haftungserklärung vorzulegen, darauf verwies der Veranstalter vorab ebenso per E-Mail Nachricht. In dieser Hinsicht bestens vorbereitet, hatte ich also zügig meine Startunterlagen in der Hand. Die Startnummer und ein Startersäckchen mit kleinen Goodies, Gutscheinen und Werbematerialien. 

Die nächste Station stand ebenso direkt an, das Checken der mitzuführenden Pflichtausrüstung. Der gepackte Trailrucksack wurde vom Organisationsteam akribisch begutachtet, insbesondere mein mitgeführtes Erste-Hilfe-Set. Das Dreieckstuch fehlte. Kurzer Schockmoment. Es bestand die Möglichkeit, bei der Expo entsprechende Notfallausrüstung zu erwerben. Kurzerhand hatte ich jedoch meinen Verbandkasten in Auto geplündert und ein Bändchen um das Handgelenk erhalten, welches das OK für den Start am nächsten Tag gab. 

Im Anschluss gings direkt weiter zum Carbo Loading, im Startersäckchen war ein Gutschein für Pasta enthalten. Zur Auswahl standen Spagetthi und Penne, wahlweise mit Tomatensauce, Bolognese oder Sahnesauce zur Selbstbedienung. Um 19:30 Uhr begann die offizielle Hochkönigman Eröffnungsfeier mit buntem Rahmenprogramm, wie dem Fahneneinzug,

Showeinlagen und die Vorstellung der Eliteläufer/-innen des Skyraces. Wir durchstöberten noch kurz den Expo Bereich bevor es zurück zur Unterkunft ging, denn um 05:30 Uhr klingelte am Folgetag schon der Wecker. Eine Stunde vor dem Start um 07:30 Uhr, war das Briefing angesetzt, es ist für jeden Teilnehmer verpflichtend, andernfalls riskiert man eine 60-minütige Zeitstrafe. Das Briefing fand im Veranstaltungszelt statt, hier befand sich auch die Startnummernausgabe, der Zielbereich samt Zielverpflegung und Pool zur Abkühlung nach dem Lauf. Mittels Transponder an der Startnummer wurde durch Empfängerpunkte am Eingangsbereich des Zeltes registriert, wer wann und wie lange anwesend war, so erklärte es zumindest einer der Helfer. Der bzw. die ein oder andere musste kurzfristig noch seine Startnummer holen, andernfalls konnte die Anwesenheit
beim Briefing nicht bestätigt werden.

„Zum 10-jährigen Jubiläum konnten wir sogar einen neuen Teilnehmerrekord verkünden: Über 2000 Läuferinnen und Läufer aus 43 Nationen haben an diesem Wochenende das ,Sieger-geben-niemals-auf-Gefühl‘ aufleben lassen.“

Auf der Strecke

Zwischen Briefing und Start war noch etwas Zeit, die ich nutze um mich etwas warm zu laufen. Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite, strahlend blauer Himmel. Ich freute mich auf den
Start, die Strecke, das Bergpanorama und suchte 10 Minuten vor dem Startschuss den Startbereich auf. Allmählich sammelten sich immer mehr Läuferinnen und Läufer hinter der Startlinie, ein tolles Feeling. Der Countdown wurde runtergezählt uns los ging es. 

Die ersten Kilometer auf Asphalt und Schotter hoch zum Prinzensee, somit waren auch die ersten Höhenmeter bereits geschafft und es ging wieder abwärts nach Maria Alm, bevor es über abwechslungsreiche Passagen hoch zum Hundstein (2117m) ging. Bei Kilometer 13 standen zwei Wasserkanister bereit, um seine mitgeführten Trinkbehältnisse aufzufüllen. Ich war zu diesem Zeitpunkt an 7. Stelle gesamt und fragte mich, ob die Kanister für alle ausreichend sind. 

Oben am Hundstein war die erste große Verpflegungsstelle. Es fehlte an nichts, wie ich empfand. Wasser, Iso und Cola zum Trinken. Kuchen, Nüsse, Trockenfrüchte, Quetschies, Salzstangen, Gurken, Gummibärchen und dazu freundliche und durchaus gut gelaunte Helfer die einem ein lächeln ins Gesicht zauberten. Über welliges Terrain ging es weiter zum Schönwieskopf, das Panorama atemberaubend, meine Blicke schweiften immer wieder mal in die Ferne, auch wenn der Trail Konzentration forderte. Bei Kilometer 24 erreichte man die Schwalbenwand, bevor es in einen knackigen Downhill hineinging. Die Beine waren bereits etwas müde, ich wollte keinen Sturz riskieren und drosselte das Tempo etwas. Es ging abwärts über Steine, Wurzeln und Wiesenpfade. 5 Kilometer vor dem Ziel wartete die letzte Verpflegungsstation, auch diese war reichlich bestückt. Ich füllte noch einen meiner Flaks mit Wasser, nahm einen Schluck Cola und machte mich weiter auf den Weg. Noch ein paar hundert Meter auf Trailwegen bevor die Streckenführung auf einen Forstweg weiterging. Ein Holzrückezug auf dem Weg verunsicherte mich kurz, habe ich eine Abzweigung verpasst? Von unten sah ich Wanderer kommen, die ich fragte, ob an ihnen denn andere Läufer vorbei kamen, da ich mir nicht sicher war, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. Alles gut, ich war noch richtig dran und erspähte auch schon wieder die Streckenmarkierung, welche grundsätzlich sehr übersichtlich und zahlreich vorhanden war. 

Die ersten Klänge des Moderators erreichten mich, nun kann es nicht mehr weit sein, dachte ich mir. Hinein nach Maria Alm! Der blaue Teppich, die Zuschauer und ein Glücksgefühl trugen mich die letzten Meter als erste Frau des K3 Panorama Trails in das Ziel und somit in das Veranstaltungszelt. Die Finsihermedaille wurde mir gleich umgehängt und ich steuerte nach einer kurzen Verschnaufpause auf die Zielverpflegung zu. Ein kühles, alkoholfreies Finisherbier hatte ich mir nun verdient.

Im Ziel

Im Ziel gab es zudem Kuchen, Salzstangen, Waffeln, Bananen, Nüsse, Iso und Wasser. Die Siegerehrung für den Speed und Business Trail fand um 18:00 Uhr statt. Die Ehrungen der restlichen Läufe ab 20 Uhr, beginnend mit der Honorierung der Helferinnen und Helfer des Hochkönigmans, sowie des Organisators. Die Trommler Baltara sorgten ebenfalls nochmal für gute Stimmung bevor die 10 schnellsten Damen und Herren des Skyraces auf die Bühne geholt wurden. Nach Übergabe der Geldpreise folgte die Ehrung der österreichischen Skyrace Staatsmeister. Auf den verschiedenen Distanzen wurden die jeweiligen Altersklassen (Platz 1 bis 3) geehrt und gemeinsam auf das Stockerl geholt, überreicht wurde jedem ein Pokal. Die drei schnellten Damen und Herren der jeweiligen Wettbewerbe wurden zusätzlich mit einem Pokal und die Schnellsten mit einer Riesenbreze geehrt.

Fazit

Der Hochkönigman überzeugt mit einer professionellen Organisation, einem vielseitigen Rahmenprogramm, abwechslungsreichen Strecken für Jedermann bzw. Jederfrau und die Teilnehmeranzahl ist einfach überwältigend. Ich jedenfalls, freue mich auf die 11. Ausgabe!

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