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Walser Trail Challenge Race- Report

 

Am vergangenen Sonntag ging es für mich in das Kleinwalsertal zur Walser Trail. Angeboten wurden verschiedene Distanzen, den Auftakt machte am Samstag um 10 Uhr der Widderstein Trail mit 15Km und 980Hm. Am Sonntag ging es mit dem Walser Ultra und dem Walser Trail mit 29Km und 1700Hm weiter. Widderstein Trail und Walser Trail ergaben die Classic- Challenge, mit dem Ultra die Walser Trail Challenge Pro. Die Rennen konnten natürlich auch einzeln gelaufen werden, wo ich mich klar für den langen entschieden habe.

 

So ging es für mich am Sonntagmorgen um 6 Uhr an den Start zum Ultra mit 63 km und 4000Hm.

Start war dieses Jahr am Walserhaus in Hirschegg und nicht mehr in Riezlern wie die letzten Jahre. Nach Kontrolle der Pflichtausrüstung, ging es dann auch gleich los in Richtung Wäldele, mit der ersten kleinen Vp nach 2,5 km. 

Danach folgte der Anstieg hoch zum Gottesacker Plateau, oben angekommen ging es über eine wild zerklüftete Karstlandschaft in Richtung Hoher Ifen auf 2230 m. Anfangs ging es auf Geröll ein Kar hinauf, dann kamen einige mit Drahtseil gesicherte Passagen. Kurz unterhalb des Gipfels ging es für uns wieder mit seilversicherten Stellen in Richtung Ifenmulde hinab.

 

Für mich ist dieses Stück der anspruchsvollste Teil des Rennens. An der Schwarzwasserhütte 1620 m bei Km 15 gab es wieder eine kleine Vp. Von hier ging es 3  km auf einem gut laufbaren Trail zur Alpe Melköde auf 1346m.

Ab der Alpe kann man es auf der Schotterstrasse in Richtung Auenhütte 1273m mal etwas laufen lassen, dort bei Km 20 gab es die erste richtige grosse Vp mit allem, was das Herz begehrte. Obst, Nüsse, Brote mit Aufstrich, Käse, Wurst, leckere selbstgebackene Kuchen, sowie Xenofit Produkte( Iso,Riegel und Gels).

 

Gut gestärkt und alles aufgefüllt folgten wir ein Stückchen einer Teerstrasse entlang ehe der Weg rechts abzweigte und es in nun in den Anstieg hoch zur Oberen Walmendinger Alpe Seehöhr 1585 m ging. Von hier dann weiter steil ansteigend hoch zum Walmendinger Horn 1990 m. Kurz unterhalb der Seilbahnstation ging es für uns Läufer wieder bergab vorbei an der Lüchlealpe in den nächsten langen Anstieg hoch zum Grünhorn 2039 m. Kurz unterhalb des Gipfels folgten wir einem schmalen, ausgesetzten Gratweg runter zum Starzeljoch, von hier folgte ein laufbarer Trail weiter in Richtung Starzelalpe, und anschließend auf einer Schotterpiste zur nächsten großen Vp in Baad bei km 34.

 

Hier wieder gut verpflegt und alles aufgefüllt  ging die Reise Richtung Ziel weiter. Erst auf Schotter leicht ansteigend zur Bärgunthütte 1408 m, wo man als Läufer noch mal ordentlich angefeuert wurde. Dann ging es steil lange bergauf bis zur Widdersteinhütte 2009 m mit einer Wasserstation. Weiter zum Gemstelkoblat und zur Mindelheimer Hütte 2013m. Über den Krumbacher Höhenweg, der sich zieht wie ein Kaugummi, weiter zum letzten steilen Anstieg auf die Fiederescharte 2214 m.

 

Von der Scharte ein toller Ausbllick auf die andere Seite zur Rappenseehütte und den Heilbronner Höhenweg.  Weiter hinunter zur Fiederepasshütte, danach in Serpentinen  über steiles Geröllfeld runter zur Hütte mit der letzten Vp bei Km 53. Hier schnell eine Cola, ein kurzes Gespräch mit den freundlichen Helfern, und die letzten 10Km ins Ziel in Angriff nehmen, vorbei an der Wannenalpe und Kuhgehrenalpe nach Hirschegg in das Ziel.

 

Finish nach 13Std und 3min. Mit dem 58. Platz. Das Wetter war ideal zum Laufen, meist etwas bewölkt und von den Temperaturen nicht ganz so heiß wie die letzten Wochen.

 

 

Fazit:

 

Für mich eine top organisierte Veranstaltung. Ausgetragen vom Tri-Team Kleinwalsertal, mit einer anspruchsvollen ca. 85 % trailigen Strecke. Markierungen der Strecke waren hier wirklich super und man konnte sich sehr gut zurechtfinden. Eine super Verpflegung, die keine Wünsche offen ließ. Sehr freundliche und zuvorkommende Helfer und Bergwachtler.

 

Für mich war es nach 2016 und 18 meine 3.Teilnahme bei dieser Veranstaltung, und mit Sicherheit nicht das letzte Mal.

 

Bericht:

Steffen Merkert

Trailrunning24