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Technische Trails, hart und landschaftlich ein Traum. Das war der Schlegeis 3000.

Technische Trails, hart und landschaftlich ein Traum – Das ist Schlegeis3000 vom Hören Sagen. Kein Wunder, dass ich nicht lange überlegt habe dieses Jahr am Skyrace des Schlegeis3000 teilzunehmen.

Erst noch in weiter Ferne war das Rennwochenende schneller da als mir lieb war. Allzu viel trainiert hatte ich dieses Jahr noch nicht. Mit leichtem Muskelkater vom letzten Wochenende Alpentriathlon in Schliersee, bin ich also nach Mayerhofen im Zillertal gefahren.

Das Rennen war für Samstag datiert, Startunterlagen und Racebreefing gab es bereits am Freitag in der Erlebnissennerei im Ort.

 

 

Dort konnte man sich von den legendären Outdoorphysios den letzten Schliff fürs Rennen geben und Tapen lassen. Dynafit als Titelsponsor war auf dem Eventgelände vertreten mit einem kleinen Stand mit Gewinnspiel und Glücksrad. Sehr großzügig auch das tolle Teilnehmershirt von Dynafit. Pastaparty war in Form eines Essengutscheins inkl. Salat und Getränk im Starterpaket enthalten und konnte direkt am Freitag bei der Wettkampfbesprechung eingelöst und verzehrt werden. Lecker und gute Portionen gab es. Bevor es los ging für die Trailrunner und Skyracer fand noch die Siegerehrung vom Vertical statt.

 

Raceday. Bereits am Abend noch wurde der Rennstart vorverlegt, da eine Gewitterzelle für den frühen Nachmittag angekündigt war. In der Früh sah dann alles anders aus. Es hagelte und die Gewitter ließen den geplanten Start nicht zu. Anstelle von geplant 6:30 Uhr starteten wir dann um 8 Uhr und immer noch bei Niederschlag. Dieser wurde zum Glück dann weniger bis es schließlich ganz aufhörte zu regnen und sich die Situation dann zu perfekten Laufbedingungen entwickelte. Etwas kühl, nicht zu heiß und trocken. Die angekündigten, möglichen Abänderungen der Strecke wegen Unwetter wurden nicht umgesetzt und ich konnte mit 87 anderen Läufer- und Läuferinnen die 33km und 2.400hm bewältigen. Zehn davon haben nicht gefinished.

Zu Beginn ging es relativ flach zum Einlaufen am Stausee und Bach entlang, bis zum ersten Anstieg. Ab hier war PillePalle dann auch schon vorbei. Bis zum bitteren Ende technisch und steinig. Wie sehr habe ich mir auf den allerletzten Kilometern einen Pfad ohne Felsen gewünscht, auf dem man einfach mal schlampig die Füße locker laufen lassen kann. Nein, wirklich bis zum Schluss Konzentration und Trittgenauigkeit. Aufgrund des Gehüpfes von Fels zu Fels und Landung auf dem Ballen bekommt die Wade selten Pause, was mir auch mein Muskelkater bestätigt hat. Die knackigste Stelle komm nach 20km, wenn die Beine eigentlich schon müde sind. Da geht es weglos steil nach oben über ein großes Schotterfeld bis man den Grat erreicht. Oben ist der Weg Seil gesichert, so dass man sich ständig einhalten kann, was durchaus Sinn macht, wenn einem das Leben lieb ist. Hier geht es ausgesetzt über große Felsen weiter bis man sich über einen steilen Serpentinenpfad wieder nach unten bewegt. Kurz denkt man dann die Hütte und letzte Labestation ist bald erreicht, weil man auch schon die Stimmen hören kann. Dem ist aber nicht so. Es geht nochmal einen kleinen, felsigen Schlenker mit einem weiteren kurzen Anstieg. Dann endlich geht es Richtung Hütte und Downhill zurück zum Stausee und ins Ziel.

Nachdem ich nach den Trailrun Startern und als eine der letzten des Skyruns ziemlich spät ins Ziel kam, war die Zielverpflegung schon sehr ausgeräubert.

 

Es gab nur noch etwas Obst, Orangen und Bananen, Wasser und Iso. Nach fast 7h Laufen hätte ich mir da tatsächlich etwas mehr gewünscht. Dafür war an der Massage Station nichts mehr los und ich kam ohne anstehen in den Genuss einer hervorragenden AfterRace Massage von Heilmassagen Wegscheider.

 

Ich bin mit 6h47min auf dem 17. Platz der Frauen gelandet und absolut zufrieden.

 

Ein wirklich geniales Rennen! Aber nur für wirklich versierte Bergläufer zu empfehlen mit absoluter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer sich unsicher ist kann mit dem 17km langen Trailrun beginnen, der nicht ganz so hochalpin steigt und trotzdem die tolle Landschaft nicht auslässt.

Bericht und Fotos:

Susi Viehweger

Team Trailrunning24