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Bernina Ultraks

 

Atem(be)raubend – der erste Gedanke, wenn man den Piz Palü oberhalb des Mortetasch Gletschers zum ersten Mal erblickt. Auf dem Weg nach Pontresina (1805 m) zum Bernina Ultraks zeigte sich das Engadin am vergangenen Wochenende von seiner besten Seite: strahlend blauer Himmel, grüne Wälder, steile Fels- und Eiswände und ein freundlicher Empfang bei der Startnummernabholung direkt im Ortskern von Pontresina. Diese Region ist nicht nur fürs Bergsteigen bekannt und zum Radfahren ein wahres Paradies, sondern auch vor allem fürs Trailrunning.

 

Bereits am Ortseingang waren am Freitag motivierte Läufer*innen mit den letzten Vorbereitungen für das GoVertical (6.5 km, 1400 hm) zum Piz Languard beschäftigt. Dieses war der Startschuss für ein spannendes Rennwochenende am Fuße des Berninapasses.

 

Beim Bernina Ultraks gab es für jeden und jede die passende Herausforderung: neben dem GoVertical am Freitag standen am Samstag der BGM (42 km, 2600 hm), der Corvatsch (30 km, 1700 hm) und der Steinbock (16 km, 870 hm) am Programm. Für die Nachwuchs-Trailrunner und die flotten Kids gab es den Mini-Ultraks.

 

Bestens organisiert, in Schweizer bekannt freundlicher Atmosphäre und hochmotiviert fiel am Samstag um 07:30 Uhr der Startschuss für die Marathondistanz, welche neben einer herausfordernden Gletscherquerung, technischen Up- und Downhills vor allem wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Welt der Dreitausender bot und auf über 3000 m Seehöhe zur Diavolezza führte.

 

Um 08:20 Uhr ging es los für den Corvatsch. Nach einem kurzen Abschnitt durch das Zentrum von Pontresina schoss der Puls auf den flowigen Trails nicht nur durch den Laufschritt, sondern vor allem auch durch die sich lichtende Nebeldecke und den traumhaften Ausblick auf den berühmten Biancograt nach oben. In zahlreichen Kehren begann am Restaurant Roseg der Anstieg auf die Fuorcla Surlej auf 2755 m Seehöhe, den höchsten Punkt der Strecke. Nach einem kurzen Stopp an der Verpflegungsstelle bei der Bergstation Murtèl forderte der technische, teils steile Downhill nach St. Moritz, immer mit Blick auf den türkisblauen St. Moritzersee, von den Trailrunnern vollste Konzentration. Nach einem weiteren Anstieg zum Piz Rosatsch erkannte man im Tal schon Pontresina, was noch die letzten Kräfte mobilisierte um schließlich müde, stolz und happy das Ziel zu erreichen.

 

In familiärer Atmosphäre, bei cooler Musik und bester Verpflegung konnte man im Anschluss im Zielbereich die erbrachten Leistungen und die erlebten Eindrücke Revue passieren lassen.

 

Die Idee einer Übernachtung am Campingplatz Morteratsch am Rennwochenende (so wie wir) haben viele Teilnehmer genutzt. Das Start-Ziel-Gelände ist von dort aus in wenigen Minuten per Bus erreichbar. Eine Teilnahme am Bernina Ultraks sollte unbedingt mit einem längeren Aufenthalt in der Region verbunden werden, die perfekt ausgebauten Wander- und Bikewege lassen jedes Sportlerherz höherschlagen, wir haben viele Ideen für herausfordernde Touren und Wanderungen zum Genießen entdeckt.

 

 

Gratulation an alle Teilnehmer*innen und an den Veranstalter zum top organisierten Event. Pontresina, wir sehen uns definitiv wieder!

 

Bericht und Foto :

 

Melanie Knapp Rasende Reporterin Trailrunning24/Skinfitcrew