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Trailrunning Event Premieren in Imst

Starkenberger HOMERUN trifft auf Dynafit Trail Run3

Bericht: Susanne Viehweger

Endlich wieder Wettkämpfe!

Als erstes Event dieses Jahr ging der Veranstalter PlanB mit einem 3-tägigen neuen Wettkampfformat an die Öffentlichkeit und ich war als Redakteurin für Trailrunning24 vor Ort dabei. Gemeinsam mit dem Hauptsponsor Dynafit wurde die Tourismusregion Imst für drei Tage zum Hotspot für die Trailrunning Community. Wie habe ich mich auf diese Tage voller Trailrunning gefreut. Endlich wieder Wettkämpfe!

Mit Unterstützung des lokalen Trailrunning Vereins TrailMotion www.trailmotion.tirol wurde ein Rennformat auf die Beine gestellt, an das sich die Läufer noch lange erinnern sollten. Der Dynafit Run3, ein Teambewerb bei dem die Teilnahme nur zu zweit möglich war und drei Läufe an drei Tagen stattfanden http://www.starkenberger-homerun.com/. 

Als Auftakt galt es das Vertikal zu bewältigen. Beim sieben Kilometer langen Bergsprint von Jerzens auf den Hochzeiger mit immerhin 1.205 Hm wurde das Pitztal eingebunden. Die Ziellinie war oben am Berg und bestach die Finisher mit einem atemberaubenden Ausblick und einer lockeren Gondelfahrt zurück ins Tal. 



Ich bin mit der Bahn hochgefahren und habe die ersten Athleten oben in Empfang genommen, anschließend bin ich den weiteren Läufern auf der Wettkampfstrecke entgegengegangen und konnte hier beim letzten Anstieg nochmal Anfeuern und Biss zusprechen, sowie bei einem Kaltgetränk an der Kalbenalm für einen Motivationsschub bei den Startern sorgen.

Am Folgetag fand der Starkenberg HOMERUN statt. Die Strecke verlief auf Abschnitten des einzigartigen Starkenberger Panoramaweges, der sich in 7 Etappen zwischen dem Fernpass und Landeck aufteilt und als Perle unter den Weitwanderwegen bezeichnet wird. Die Idee zum Starkenberger HOMERUN war, statt den 54 Kilometer langen Starkenberger Panoramaweg komplett am Stück zu laufen, die Strecke einfach aufzuteilen und das gemeinsame Ziel Imst zu haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten von zwei verschiedenen Startpunkten, für die Wertung zählte aber das gemeinsame Ergebnis. Gelaufen wurde also von Nord und Süd entweder Long (20km) oder Short (10km) Distanz. Bei diesem Lauf haben sich die Run3 Athleten quasi in die Long Distanz eingeklinkt. Die Strecke führte über 25,7 km (Höhenmeter im Aufstieg 1061 m, Höhenmeter im Abstieg 1228m) nach Imst. Der südliche Start erfolgte in Landeck. Hier mussten 29,4 km (Höhenmeter im Aufstieg 1676 m, Höhenmeter im Abstieg 1705 m) bis zum Ziel in Imst bewältigt werden. Da erst ganz zum Schluss die Zeiten zusammengezählt werden konnten, war es dementsprechend spannend.

 

Die Long-Variante in der Kategorie Men entschied das deutsche Team Martin Kodewitz und Korbinian Lehner mit großem Vorsprung für sich. In der Kategorie Women hatten die beiden Deutschen Irmi Hobmaier und Eva Baumann die besten Beine. Die Short-Variante war ebenfalls stark umkämpft: Das österreichische Team Biathlon mit Raphael Steiner und Philipp Lippowitz siegte. Sophia Huber und Annegreth Nehl erreichten als erstes Frauenteam das Ziel in Imst.

 

Auch ich bin auf der kurzen Distanz an den Start gegangen und durfte von Mils ohne großes Warmlaufen direkt in einen recht knackigen Anstieg laufen und mich auf den Weg nach Imst machen, wo mein Teampartner bereits mit einer Medaille im Ziel auf mich wartete. 

Die Wege zu den unterschiedlichen Startpunkten wurden mit Shuttlebussen organisiert. Nachdem wegen Corona keine Zuschauer erlaubt waren, gab es eine online Live Übertragung der Veranstaltung vom Zielgelände aus mit den Moderatoren Sven Simon und Denis Wischniewski mit Gästen vor Ort und Interviews.

Das neuartige Konzept ist voll und ganz aufgegangen. Die Premiere des Starkenberger HOMERUN in Imst in Tirol war trotz der behördlich bedingten Corona-Auflagen mit einem stark limitierten Starterfeld ein Erfolg und wird im Trailrunning-Kalender sicherlich einen festen Platz finden. Hannes Staggl (Obmann Imst Tourismus) zog ein begeistertes Fazit: 

 „Wir freuen uns schon jetzt auf das Jahr 2021, wenn der Starkenberger HOMERUN am 18.September dann bei hoffentlich normalen Bedingungen ohne Corona-Beschränkungen stattfinden kann.“

Und zu Abschluss des Run3 am dritten Tag noch ein Brocken. „Besonders der letzte Tag war Skyrunning auf höchstem Niveau“, kommentierte der 31-jährige Oberbayer Hannes Namberger den Finaltag. 33 Kilometer lang, 2.270 Höhenmeter in Auf- und Abstieg, wobei gleich der erste Anstieg durch die Rosengartenschlucht hinauf nach Hochimst, dann auf den Imster Höhenweg auf den Gipfel des Laggers für eine echte Auslese im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld sorgte. Ich verfolgte das Rennen auf der Muttekopfhütte, wo sich die dritte und letzte Verpflegungsstation befand. Hier waren die bereits 2000 bewältigten Höhenmeter den meisten Sportlern schon ins Gesicht geschrieben, aber die Stimmung war gut. Ab dort hatten sie „nur noch“ einen kleinen Anstieg und dann ging es an den Downhill zurück ins Tal.



Der Spanier Oriol Cardona Coll und sein Ruhpoldinger Partner Hannes Namberger entschieden als spanisch-deutsches Duo den gesamten Run3 am Ende mit über acht Minuten Vorsprung für sich nach den wirklich starken Österreichern Jakob Herrmann und Daniel Antonioli.

 

Der Dritte Platz in der Männerwertung ging an die Allgäuer Marc Dürr und Christoph Wachter. Für die beiden Lokalmatadoren Rene Mair und Lukas Kocher (TrailMotion Tirol) reichte es ebenfalls noch zu einer Top-Ten-Platzierung. In der Kategorie Women siegten die Tschechinnen Marcela Vasinova und Rosanna Buchauer vom Team Dynafit Squad. Schnellstes Duo in der Kategorie Mixed war Andre Purschke mit Maria Koller. 

Der DYNAFIT Trail Run3 war mehr als nur eine kurzfristig auf die Beine gestellte Ersatzveranstaltung für den wegen Corona abgesagten Dynafit Transalpine Run. Ein ebenso hartes wie schönes Partnerrennen, mit drei unterschiedlichen Rennformaten fand bei den 83 teilnehmenden Teams volle Begeisterung und bringt den Sport Trailrunning und das dafür perfekt geeignete, bereits bestehende Wegenetz in der Region Imst auf ein ganz neues Niveau.

Ich hatte eine tolle Zeit in Imst, mal als Zuschauer, als Fotografin, als Motivator am Wegerand und mal als Teilnehmerin selbst. Ich freue mich, wie auch Herr Staggl vom Tourismusverband, bereits heute schon auf nächstes Jahr, wenn der Starkenberger HOMERUN in die zweite Runde geht und im Trailrunners Paradise Imst wieder auf Zeit gelaufen wird. Bis dahin beobachte ich, was sich in der Region noch so tut. Vereinsvorstand und Mitgründer von TrailMotion Lukas Kocher, dem lokalen Trailrunning Verein, hat mir verraten, dass es bereits konkrete Pläne für eine weitere Trail Veranstaltung in Imst gibt, den Tschirgant Sky Run mit einem Save the Date am 12. Juni 2021 www.tschirgant-sky.run.de


Stay tuned!

#jedentagtirol

 


By Susanne Viehweger (trailrunning24)

https://happymovingoutdoors.de/