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Einmal quer durch die Weinberge

Rock the Race - Würzburg

By Julia Hartung
By Julia Hartung

Blauer Himmel und Sonnenschein - das war mein erster Blick nach dem Erwachen am Sonntag, 3.August. „Rock the Race“ hieß es heute für mich.

Also - Sachen zusammen schmeißen und auf nach Würzburg. Dort angekommen stieg mir gleich der Geruch von Bratwürsten in die Nase, yummie...

aber ich musste ja erstmal etwas leisten. Start war am Viehmarktplatz direkt neben dem Main. Meine beiden Mitläufer Julian und Tom und ich haben uns diesmal nicht in die erste Startgruppe gewagt. Die ersten Kilometer verliefen parallel zum Main. Krabbeln, kriechen, krabbeln, ach und habe ich kriechen schon erwähnt? So ging es die ersten Kilometer. Natürlich mussten auch einige gestapelte Paletten überwunden und Sandsäcke getragen werden und dann kam auch schon mein erstes Highlight:

Schwimmen durch den Main. Hervorragend bei gefühlt 30 Grad und wolkenlosem Himmel. Das hätte für meinen Geschmack sogar noch länger sein dürfen. Zurück ging es wieder am Main entlang und wir mussten Traktorreifen wenden, über eine

Slackline balancieren und noch einige Wände bezwingen sowie uns durch Container mit verschiedenen Füllungen von Wasser bis hin zu Schaumstoffwürfeln kämpfen.

By Julia Hartung

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Nach 7 km ging es dann langsam Richtung Festung Marienberg. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einige

Motivation von den mitgereisten Fans bekommen „Na ihr habt euch aber ganz schön Zeit gelassen.“ :-D Das ließen sich meine beiden Jungs nicht zweimal sagen und gaben Gas. Hoch ging es also die nicht enden wollenden Serpentinen zur Festung.

Auf dem Weg nach oben musste man aber noch ein paar Abstecher machen - Berg runter, Berg hoch, rund herum um die Weinberge, Berg runter, hoch, hoch, noch steiler hoch. Entschädigt wurde man durch die Idylle dort und die Strecke hatte richtig was von Trail Running. Dafür war meine Kondition jedoch nicht gut genug und die Burg ganz oben auf dem Berg war ja jetzt auch schon zum Greifen nah. „Gleich“ dachte ich „gleich geht’s nicht mehr bergauf“. Aber

da kamen doch noch ein paar Runden durch den Burggraben, durch historische Gebäude, Berge auf und ab. Dafür konnten wir zwischendrin immer wieder den herrlichen Ausblick auf Würzburg genießen. Solch eine Sicht ist bei einem Hindernislauf wirklich die Seltenheit.

Also, nochmal an einer der zahlreichen Verpflegungsstationen stärken und dann endlich wieder bergab (das war das einzige Stück, auf dem ich schneller rennen konnte als die Jungs, hihi). In Würzburg mangelte es an der Strecke wirklich nicht an Getränken, Snacks und kalten Duschen zum Abkühlen. Auch das ist eher die Seltenheit, umso dankbarer waren wir.

Runter ging es dann schnell und dann waren es nur noch circa 2 km auf ebener Strecke. Meine Beine waren schon recht schwer, aber aufgeben ist ja auch keine Option. Also Zähne zusammengebissen, noch über ein Auto und ein paar Wände geklettert, gehangelt und dann war es nach 18km und 500 Höhenmetern endlich da - das Ziel! Geschafft!


By Julia Hartung
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Mein persönliches Resümee:

 

Schöne Strecke - vor allem die Festung hoch, ein paar coole Hindernisse und Hut ab für die vielen Verpflegungsstationen an der Strecke. Für nächstes Jahr würde ich mir z.B. zeitlich noch mehr versetze Startwellen wünschen, um weniger Stau an den Hindernissen zu haben.

Hier hat der Veranstalter bereits geäußert, dass die Hindernisse nächstes Jahr neu platziert werden, um das Feld besser zu entzerren. Top! Für meinen Geschmack könnten es noch schwierigere und mehr Hindernisse sein ;) Aber da krieg ich wohl ohnehin nie genug …

Ich freue mich also auch nächstes Jahr das „Race zu rocken“. Bis 2020 Würzburg! - ZUM EVENT 2020