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Ein absolutes Highlightrace in meinem Racekalender2019!!

By @Manuela Dietzinger

Am vergangenen Wochenende hatte ich die Ehre im Namen von Trailrunning24.de bei der Erstausgabe des Kitz Alp Trails, kurz KAT100 (längster Trailrun Österreichs) in den Kitzbüheler Alpen mit weiteren 461 Läufern aus 23 Ländern live dabei zu sein.

Wer Thomas Bosniak kennt, weiß, dass er nicht nur ein Trailrunner und Athlet ist, sondern auch ein unglaublich passionierter Organisator. Wenn er etwas anpackt, dann aus ganzem Herzen, Leidenschaft und natürlich mit vollstem Körpereinsatz. So war es für mich nicht verwunderlich, dass der KAT100 nach über 2 Jahren Planungsphase genauso mit Liebe zum Detail, wie auch seine anderen Trailrunningevents, wie z.B. der Hochkönigman, umgesetzt wurde. Auf der (für mich als Marketingtante & Grafikerin toll konzipierten Website) wurde nicht zu viel versprochen. Insgesamt 326 Trail-Kilometer, 19.200 Höhenmeter und 12 Orte hatte das Event auf seinen letztendlich 5 Distanzen (Speedtrail 24km, Marathon 60km, Endurance 87km,100Miles 166km und Ekiden 2er-Staffel des 100-Meilers) und einem Kids-Race in den Kitzbüheler Alpen zu bieten. 


 

 

Ausgangspunkt und Eventlocation war das kleine Berg- und Skidörfchen Fieberbrunn in Tirol. Das Gesamtpaket in der Bergidylle: 5 wunderschöne ausgesuchte und markierte Race-Rundkurse, magentafarbener Teppich im Ziel-und /Startbereich *Love*, ein überdachte Race-Bib-Abholung und Briefinglocation im Haus des Fieberbrunner Tourismusverbands , Planschbecken zum Abkühlen danach, gratis Massage, Bühne, Unmengen an Wassermelone, Napolitaner, Kuchen und gratis Eiscreme im Zielbereich, tolle Stimmung bei den Ortsbewohnern und viele mir bekannte Trailrunninggesichter … haben zu einem gelungenen Event beigetragen!! 

Ich kann nur sagen: Einfach ein heimeliges Rundumfeeling!

So, nun zum eigentlichen Racebericht! ;)

Entspannt und voller Vorfreude bin ich bereits am Freitag Nachmittag aus meiner Heimat, dem bayrischen Voralpenland, zum Racegelände nach Fieberbrunn gereist. Bestes Wetter mit Sonnenschein und schwüle Ü-25 Grad (das liebe ich ja tatsächlich) erwarteten mich bereits. Laufen musste man da nicht wirklich um ins Schwitzen zu kommen ;). Nach kurzem Check-in, in das vom Tourismusverband Pillersee Tal freundlicherweise zur Verfügung gestellten Zimmer im Gasthof Dandlerin Walchau habe ich mich gleich in die Trailrunningcommunity vor Ort gestürzt. „Wer wohl alles da ist?“ 

By @Manuela Dietzinger


Aber vor der Eröffnungsveranstaltung musste dann doch noch einiges erledigt werden: Zunächst Mal entscheiden, welche Distanz ich am nächsten Tag überhaupt laufen möchte??!! War gar nicht so einfach: Marathontrail mit über 60 km und 3.100 hm oder den Speedtrail mit 24 km und 1.500hm!?! Verdammt – auf was höre ich? Herz, Vernunft oder Beine?! Die Vernunft und die Lust auf ein ausgiebiges Frühstück vor dem Start haben letztendlich gesiegt! ;) Marathontrail wäre schon um 8:00 Uhr gestartet, somit wäre das Frühstück mit meinen Mädls von @youandyouradventurestory und @macypacy glatt ausgefallen. :o „Geht ja gar nicht!“ Zudem hatte ich einfach wieder Lust auf richtig #flottballern und nach ein paar Ultras Ü60km in diesem Jahr hatte ich irgendwie auch das Bedürfnis doch etwas „kürzerzutreten“. Nach über 16 Wettkampftagen und diversen Trailcamps als Trailrunningguide haben die Beinchen dann doch etwas gelahmt. Also ummelden auf Shortdistance, Race Bib und Shirt abholen (Yaaay! - auch in magenta ;) und mit Thomas B. bissl schnacken, wie es den 100 -Meilern gerade so ergeht und wann der Gewinner im Ziel zu erwarten ist. Da hieß es noch 21.00 Uhr , tatsächlich waren es dann knapp 2h später.

By @Manuela Dietzinger

 

Nach der obligatorischen Pasta Party im Gasthof „Alte Post“ ging`s gleich zur Eröffnungsparty paar Meter weiter. Einfach immer eine schöne Sache: mit Trommelwirbel und Partymucke Begrüßung aller Teilnehmer und der Top-Athleten. So muss es sein.

 

 

 

Danach noch Stärkung am Eiswagen und ab ins Hotel fürs Tapering mit EMS und Blackroll und dem wohlverdienten Schlaf. Leider war ich mal wieder vieeel zu aufgeregt um ruhig schlafen zu können. So waren es letztendlich wieder nur so roundabout 5h. „Basst scho!“ – so sagt der Bayer und graxlt den Berg auffi! Trotzdem war ich beim Frühstück am nächsten Morgen wirklich froh, nicht die Langdistanz laufen zu „müssen“!!

 

 

 

Gechillt und mit dem leichtesten Trailwestchen seit Langem (reduzierte Pflichtausrüstung) und mit vollem Magen ging`s dann zum Racebriefing, kurz einlaufen, Fotos und Instastory durften natürlich nicht fehlen und um 10:00 Uhr an den Start.

 

 

 

Musik, Partyfeeling, Sonnenschein  – ja so soll es sein!!  

links: By @Manuela Dietzinger |  By @Andi Frank

 

Baam – Thomas gab den Startschuss!! Erst über Asphalt auffi aufn Berg! Zwar erstmal in gemächlicher Steigung, aber in Steigung! Laufbar sagt man da! Bäh, „laufbar“ ist ja gar nichts meins! Entweder flach oder knallharte Wand für den perfekter Speedhiker-Mode. Okay, z`amreißen war angesagt und Anschluss zu verlieren. Schwül wars ja… also eigentlich ganz mein Ding! Aber nach und nach haben mich bei doch die ersten Damen überholt. NEEEEIN, heute nicht! Ziel Top 10 musste schon sein! Beine und Kondition fühlen sich ja eigentlich gut an!? Also nochmal Po z`amkneifa, um dranzubleiben. Irgendwann kam dann auch der „richtige“ Berg. Durch den Wald und über Wurzel- Singletrails konnte ich endlich losdampfen. Ich fühlte mich gut und auch das selbstgemachte Powergel aus Datteln, Hanfprotein und Kokoswasser sowie die Bananencookies haben gefühlt richtig Power gegeben (Labestationen kann ich dieses Mal nicht beurteilen, da ich keine einzige benötigt habe ;). Trotzdem sehnte ich meinen geliebten Downhilll herbei.  Inzwischen hatte es mit dichtem Nebel und leichten Wind auf ca. 15 Grad am höchsten Punkt des Races heruntergekühlt. 

 

 

Nach knapp 12 Kilometern und 1.500 Höhenmetern, aus Forststraße, wundervollen technischen Trails und unglaublichen Aussichten vorbei an Wildseeloderhaus zum Wildseelodergipfel

By @sportshot.de

Dann endlich war er da: Der Downhill & mein #ballershigh. Fast ungetrübter Downhillspaß über schnelle Trails zur Lärchfilzhochalm, Wildalpgatterl und Streuböden. Naja „fast“ nur Downhill, bis auf - VIELEN DANK AN THOMAS! für die typischen B`JAK-Strecke –  noch gefühlt 200 Resthöhenmeter auf den letzten 2 Kilometern. Richtig fies, wenn man bereits die Party unten im Tal hört und dann wieder hoch muss. Fast hätten mich auch die zwei Damen, die ich im Downhill noch (trotz bösen Dauerkrämpfen im Oberschenkel) überholt habe, wieder eingefangen. Ach, ja… und gut, dass ich die Route auf meiner Uhr hatte und es auch noch nette Forstarbeiter gab, denn: Hier und da gab es hinsichtlich der Streckenführung doch ein paar Ungereimtheiten. #frauundorientierung. Tatsächlich landete ich bei inzwischen kühleren Temperaturen, ziemlich entspannt und letztendlich ohne Verlaufen als 8. Frau im Ziel. Happyme!! Neben dem Zielfoto gab`s auch gleich noch ein Buidl vor der Finisherwand mit schicker Finishermedaille in limonengelb.


By @Manuela Dietzinger |  rechts: By @Andi Frank

 

Besonders erfreut war ich nicht nur über die Melone in der Zielverpflegung sondern auch über die gratis Kugel Eis! Eis geht immer und sollte definitiv zur „Pflichtausrüstung“ eines jeden Tarilrunningevents gehören! Nach einem kurzen Abstecher im Regenerationsplanschbecken mit kaltem Wasser ging`s auch schon schnell ab zur gratis Massage wooohpwhoop. Danach war ich glücklich auch meine Racebuddies im Ziel begrüßen und alle Finisher feiern zu dürfen. Die Gratisduschen im Freibad habe ich danach einfach ignoriert und bin gleich mal in die Pension. In der Sauna ist die Regeneration dann doch am besten, auch wenn die Beine heute auch gar nicht mehr meckern. Nach Dusche und doch vorsichtshalber Faszienrolle sind wir dann wieder zum Abendmahl (die Gastro in Fieberbrunn ließ sich aber auch nicht lumpen) und natürlich zur Siegerehrung in die Racearea im Zentrum von Fieberbrunn. Auch wenn es immer ein paar besonders flotte gibt.: Unglaubliche Leistung von allen Teilnehmern. Allerdings muss man vor allem vor den Finishern der 169km und knapp 10.000 hm den Hut ziehen – chapeau! Bei einer Ausfallquote von über 50% und insgesamt nur zwei Finisherinnen konnten diese sich definitiv besonders feiern lassen!

By @Manuela Dietzinger

 

"Ein geglücktes KAT100- Debüt mit Prädikat „absolut empfehlenswert“! Ich komme 2020 auf jeden Fall wieder und dann in der Ultradistanz!!

 

Danke @Thomas Bosniak, allen fleißigen freiwilligen Helferlein, Tourismusverband Pillersee und auch an die Pension Dandler und den Mitbewohner aus Fieberbrunn für die herzliche Gastfreundschaft sowie an @youandyouradventurestory für die beste Begleitung! <3

 

 

 

PS: Kleiner Tipp von einer Eiscremesüchtigen an ihresgleichen: Im Dorfcafe in Fieberbrunn gibt es allerhand leckere besondere Eissorten, wie Latschenkiefer, Karotte, Thymian oder auch Basilikum-Limette… uvm. ;) 


By @Manuela Dietzinger
By @Manuela Dietzinger

 

Rennbericht: Manuela Dietzinger  (instagram: @trail.icious )