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Leifers Trail - Streckencheck mit Jens Lord Kramer & Friends

Hallo liebe Trailrunning24- Leser,

 

mein Name ist Jens Lord Kramer und für mich steht der Leifers Trail in nicht einmal drei Wochen auf dem Kalender.

Da ich mich in diesem Jahr mal für die kurze Variante von 21km und 1.500 Höhenmetern, der sonst 51km und 2.750 Höhenmeter langen Strecke entschieden habe, wollte ich vorab die Strecke mit Freunden ablaufen um mir ein Bild von dem letzten Downhill zu machen, der ab km 15 von der originalen Strecke dieses Laufes abzweigt.

Dieser führte dann 1000 Höhenmeter in 6km Schuss ins Tal hinab.

Aber bevor es erstmal so weit war habe ich meine Kumpels

vorbildlich abgeholt, die sonst immer sehr spät für meine Verhältnisse starten.

Aber so ist das halt bei einem Familienvater wie mir.

Da muss man zeitig raus um schnell wieder zu Hause zu sein, um nicht den ganzen Tag von den Liebsten getrennt zu sein.

Wie das zeitig am Morgen oft ist, hat keiner auf das Wetter

geachtet und so kamen wir bei Hochnebel, den der Regen der Nacht da gelassen hatte, am Einstieg in Leifers an.


Wir merkten, dass der Nebel nicht das Einzige war, was der Regen übrig gelassen hatte.

Aber dazu erzähle ich später mehr.

Noch schnell ein gegenseitiges Fragen, ob wir Stöcke mitnehmen sollen oder nicht.

Wir entschieden uns für die Stöcke und drückten auf unsere obligatorisch gewordenen GPS Uhren.

Dann ging es gleich steil nach oben über einen beliebten

Wallfahrtsweg bis hin zu dem malerischen Peterköfele Kirchlein, von dem man einen fantastischen Ausblick über Leifers und dem Unterland hat.

Wir drehten eine Ehrenrunde um das Kirchlein, welches gleichzeitig auch das Wahrzeichen vom Austragungsort ist. Der Weg wurde jetzt etwas steiniger, auf dem man die Spuren der alten Pferdekarren erkennen kann, die hier früher gefahren sein müssen.

Wir liefen immer wieder an Stationen eines Kreuzweges

vorbei.

Schließlich führt dieser Weg zum berühmten Wallfahrtsort Maria Himmelfahrt, der ebenfalls bei der langen Strecke des Leifers Trail durchlaufen wird.

Nach 20 Minuten wurde der Weg immer laufbarer und als wir gerade unseren Rhythmus gefunden hatten, wurden wir scharf nach links in einem rasanten Downhill ins Tal befördert um nur am tiefsten Punkt wieder auf der anderen

Seiten steil nach oben zu kriechen.

Schon ein fieser Streckenabschnitt, aber man verspürte hier

definitiv keine Langeweile.

Wir durchliefen darauf einen alten Bauernhof, an dem es schien als sei die Zeit stehen geblieben zu sein.


Vor dem Hof stand eine Bank, die zum Verweilen einlud. Dann fing der, nach dem Streckenplan als ein anspruchsvoller Weg

gekennzeichneter Teil an. Hier ging es entlang dem Leiferer Höhenweg wieder zurück in Richtung Ziel. Dieser Singletrail-Abschnitt hatte es in sich. Es ging hier immer wieder kurz auf und ab, sehr technisch mit Fixseilpassagen. Die Schlucht neben dem Weg ist sehr, sehr nah und nichts für schwache Nerven. Aber dieser wunderschöne, allerdings sehr holprige Weg, war wirklich ein Highlight dieser Strecke. Dann wurde der Weg wieder gemütlicher und in den Augenwinkeln konnte man wieder die Häuser der Stadt erkennen, aber man wurde wieder scharf nach rechts geführt um noch weiter nach oben getrieben zu werden. Dieser Teil war ebenfalls wieder recht steil und führte zum höchsten Punkt der kurzen Strecke - dem Schadnerhof. Wir ahnten bereits, was uns bevorstand. Schließlich hatten sich im Hochnebel immer wieder Lücken gebildet, die einen Blick in den in der Nacht gefallenen Schnees frei gaben.

Ehe wir uns versahen, standen wir auch schon mitten drin und stapften tapfer nach oben. Am Hof angekommen dachten wir uns, dass wir nun am Rücken des Bergkamms entlang laufen konnten. Doch, ihr ahnt es bereits, wieder ging der Weg scharf links ab über eine Wiese, die vom jungfräulichen Schnee bedeckt war und einen Weg nicht erkennen ließ. Die Gegend war traumhaft und der Nebel hat sich gelichtet. Nun begann ein Zick-Zack Kurs in wilden Wegen durch den Wald und der letzte Abstieg ins Tal begann bereits. Man konnte hier nicht ganz die Geschwindigkeit aufbauen, die man abwärts gern möchte, da der Weg hier doch ganz schön verwinkelt war. Aber es machte wirklich Spaß hier zu laufen. Der Wald spuckte uns plötzlich auf einer Brücke aus und wir kamen auf einen kurzen Abschnitt eines Forstweges, der einen kurz verschnaufen ließ. Schließlich wurde der Weg wieder, ähnlich dem ersten Aufstieg, steiniger und durch das nasse Laub wurde der Weg sehr rutschig. Eine echte Herausforderung. Man merkte dem Downhill an, das er es in sich hatte. Vom höchsten Punkt auf ca. 1400m bis ins Ziel waren es 1000hm die es nun bergab zu bewältigen galt. Da kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Als diese Strecke zu Ende war, kamen wir direkt an der Straße der Ziellinie heraus und trafen noch auf andere Locals, die eine Runde gemacht hatten und man unterhielt sich ein wenig. Am Auto angekommen stießen wir mit einem erfrischenden, alkoholfreien Radler auf die abenteuerliche Runde an und reflektierten ein bisschen, bis wir unsere gemütliche Vormittagsrunde auf dem Leifers Trail ausklingen ließen. Ich freu mich jetzt sehr auf das Rennen in zwei Wochen und fühle mich vorbereitet für das gut organisierte,

schöne Rennen.

 

Schöne Grüße euer Jens - Team Trailrunning24